US-Drogenbeamter: 90 Prozent des Heroins aus Mexiko

3. März 2017, 10:21
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Drogenexperte im US-Außenministerin spricht von "schlimmster Heroin- und Opiatekrise seit 60 Jahren" – Lob für verbesserte Kooperation Mexikos

Washington/Mexiko-Stadt – In den USA werden nach Angaben des Außenministeriums derzeit große Mengen harter Drogen verbreitet. "Es ist die vielleicht die schlimmste Heroin- und Opiatekrise seit 60 Jahren", sagte der Drogenexperte des US-Außenministeriums, William Brownfield, am Donnerstag. Mehr als 90 Prozent des Heroins und der Opiate, die auf den US-Markt gelangten, kämen aus Mexiko. Die Kartelle würden die Drogen zunehmend direkt in dem südlichen Nachbarn der USA herstellen und weniger aus anderen südamerikanischen Staaten herantransportieren.

Obwohl 80 Prozent des Heroins auf dem Weltmarkt aus Afghanistan stammten, gelangten zudem praktisch keine afghanischen Opiate in die USA. Allerdings sei auch der Kampf gegen den internationalen Drogenschmuggel in den vergangenen Jahren deutlich verbessert worden. Brownfield lobte in diesem Zusammenhang den Nachbarn Mexiko für die verbesserte Kooperation. "Die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet ist so gut wie nie."

Kein Kommentar zu Mauerplan

Den von Präsident Donald Trump favorisierten Bau einer Mauer zu Mexiko, unter anderem um Drogenbaronen den Weg in die USA zu versperren, kommentierte Brownfield nicht. "Wir werden jedes zur Verfügung stehende Werkzeug in unsere Maßnahmen einbeziehen", sagte er lediglich. Die Zusammenarbeit mit den mexikanischen Behörden sei besonders wichtig. (APA, 3.3.2017)

  • Archivbild von beschlagnahmtem Heroin im Wert von rund 50 Millionen Dollar.
    foto: ap/mark lennihan

    Archivbild von beschlagnahmtem Heroin im Wert von rund 50 Millionen Dollar.

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