Trüffelschwein sucht Forschung

2. März 2017, 18:43
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Förderagentur FFG zieht Jahresbilanz für 2016

Wien – Forschung, Entwicklung und Innovation sind die wichtigsten Faktoren für Beschäftigungswachstum und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Zu diesem wenig überraschenden Ergebnis kam eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo, die anlässlich der Präsentation der Jahresbilanz für 2016 oder Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) am Donnerstag in Wien vorgestellt wurde.

"Das Überraschendste war für mich, dass es dabei keine Überraschungen gab", sagte Studienautor Martin Falk. Forschungstreibende Unternehmen hätten eindeutig ein höheres Umsatz-, Beschäftigungs- und Investitionswachstum als Firmen, die nicht forschen.

10.000 Arbeitsplätze pro Jahr

Die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner sahen sich ihrerseits durch die Ergebnisse der Studie bestätigt: "Wir unterstützen Unternehmen mit den richtigen Instrumenten und bewirken somit stärkeres Wachstum." Anders gesagt: "Wir sind die Forschungstrüffelschweine", wie es Egerth formulierte. Pro Jahr würden die Förderungen der FFG zur Sicherung von 10.000 Arbeitsplätzen beitragen.

2016 wurden 614 Millionen Euro an Förderungen durch die FFG zugesagt, wodurch 3307 Projekte neu bewilligt werden konnten. Seit 2006 hat sie die Anzahl der geförderten Projekte damit nahezu verdreifacht. 522 Millionen Euro davon wurden für Förderungen von F&E-Projekten aufgewendet, die verbleibenden 93 Millionen Euro wurden im Rahmen der Breitbandinitiative investiert.

Soziale Innovationen

Für 2018 erhofft sich die Förderagentur zusätzliche 95 Millionen Euro (ein Plus von 14 Prozent), die von der Regierung für Forschung und Entwicklung in Aussicht gestellt wurden. Diese sind zwar noch nicht budgetär umgesetzt – bei der FFG hat man aber schon konkrete Pläne dafür: Innovationen in nicht-technologischen Bereichen, wie Social Innovation, sollen gefördert werden, sowie Unternehmen, die in Umbruchphasen in F&E investieren.

Zudem würde die Förderagentur die zusätzlichen Mittel dafür einsetzen, die Zusagen zu erhöhen – vor allem bei jenen Förderschienen, wo die Ablehnungsquote selbst bei gut bewerteten Projekten hoch ist. So können bei Forschungsinfrastruktur derzeit nur zwölf bis 15 Prozent der Projekte bewilligt werden. (trat, 2.3.2017)

  • Jahrespressekonferenz der FFG: Martin Falk, Henrietta Egerth und Klaus Pseiner (von lins nach rechts).
    foto: ffg/klaus morgenstern

    Jahrespressekonferenz der FFG: Martin Falk, Henrietta Egerth und Klaus Pseiner (von lins nach rechts).

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