Breitband-Milliarde: Schwache Nachfrage nach Leerrohrförderung

2. März 2017, 15:10
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Telekomfirmen nutzten Förderungen weit umfangreicher als die Gemeinden

Die Leerrohrförderung aus der Breitbandmilliarde der Bundesregierung erwies sich in der 1. Tranche als Ladenhüter. Von den 101 Mio. Euro wurden lediglich 39 Mio. Euro abgerufen. Das Infrastrukturministerium führt dies auf Anlaufschwierigkeiten zurück, die mittlerweile ausgemerzt seien, hieß es auf Anfrage.

Die nicht genutzte Fördersumme sei nicht verloren, sondern stehe den folgenden Ausschreibungen zur Verfügung, betonte eine Sprecherin von Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (SPÖ).

"Backhaul" und "Access"

Die Leerrohrförderung richtete sich in erster Linie an Gemeinden und fand in der 1. Tranche in zwei Schritten statt. Der dritte Schritt aus der 2. Tranche mit einem Fördervolumen von 29 Mio. Euro wurde inzwischen ausgeschrieben.

Besser lief die Nachfrage nach den Förderungen für "Backhaul" und "Access", die von den Telekomfirmen fast vollkommen abgerufen wurden. Von diesen stammt aber auch die Breitbandmilliarde. Die drei Mobilfunknetzbetreiber A1, T-Mobile und "3" hatten 2013 vom Staat Funkfrequenzen um zwei Milliarden Euro erworben, die Hälfte davon floss und fließt in die Breitbandmilliarde. (APA, 2.3. 2017)

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