Ausgerottete Arten lässt man (in Neuseeland) besser ausgerottet

3. März 2017, 08:00
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"Auferstehung" ausgestorbener Spezies würde mehr Geld verschlingen als das Bewahren der rezenten

Ottawa – Forscher, die an der Wiederauferstehung des Mammuts arbeiten, begründen das gerne mit dem ökologischen Nutzen, den die Tiere in der Arktis haben würden. Doch zumindest im Fall von Neuseeland würde die "Auferstehung" ausgerotteter Arten sehr viel höhere Kosten verursachen als das Bewahren der noch vorhandenen Biodiversität. Das jedenfalls argumentieren Forscher um Joseph Bennett im Fachblatt "Nature Ecology & Evolution".

Laut ihren Kosten-Nutzen-Rechnungen würde das Wiedereinführen von elf verschwundenen Arten in Neuseeland drei Mal mehr Geld verschlingen als das Bewahren von 31 noch vorhandenen Spezies, die bedroht sind. Sprich: Unter dem Strich könnte die Wiederansiedlung verschwundener Arten erst recht zu einem Verlust an Biodiversität führen. Ein Begleitkommentar im gleichen Fachmagazin ist sich im Hinblick auf die Kosten-Nutzen-Rechnung aber nicht ganz so sicher. (red, 2.3.2017)

  • Den Tasmanischen Tiger wiedererstehen zu lassen, wäre womöglich mit zu hohen (ökologischen) Kosten verbunden.
    foto: golegole

    Den Tasmanischen Tiger wiedererstehen zu lassen, wäre womöglich mit zu hohen (ökologischen) Kosten verbunden.

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