OGH bestätigt Urteil gegen AGB-Klauseln von Orange ("Drei")

    2. März 2017, 10:24
    9 Postings

    Urteil des Oberlandesgerichts Wien weitgehend bestätigt: 8 der 12 vom VKI beanstandeten Klauseln sind intransparent und damit unzulässig

    Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Wien aus dem Jahr 2013 weitgehend bestätigt, wonach einige Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Mobilfunkanbieters Orange – nunmehr Hutchison ("Drei") – rechtswidrig sind.

    Verbandsklage

    Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) führte im Auftrag des Sozialministeriums eine Verbandsklage gegen Orange wegen seiner intransparenten Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Das Oberlandesgericht Wien erklärte 9 von 12 beanstandeten Klauseln für rechtswidrig. Nun hat auch der OGH 8 der 12 Klauseln für unzulässig erklärt.

    "Den meisten Klauseln, um die es ging, ist gemeinsam, dass sie die Kunden im Unklaren über ihre Rechte und Pflichten lassen und daher intransparent sind", erklärte VKI-Juristin Marlies Leisentritt am Donnerstag in einer Aussendung.

    Zulässig ist laut OGH aber eine Klausel, die eine Wertanpassung der Entgelte gemessen an den Änderungen des Verbraucherpreisindex vorsieht, ohne dass dem Verbraucher ein außerordentliches Kündigungsrecht eingeräumt wird. Hier folgte der OGH einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs. (APA, 2.3.2017)

    Link

    VKI

    • Orange und "3" verliert einen jahrelangen Prozess
      foto: reuters/bader

      Orange und "3" verliert einen jahrelangen Prozess

    Share if you care.