Jean-Marie Le Pen erneut wegen Aussage zu Nazi-Gaskammern verurteilt

1. März 2017, 18:19
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Der Front-National-Gründer muss 30.000 Euro zahlen – Berufungsgericht bestätigt Urteil

Paris – Der Gründer des rechtsextremen Front National, Jean-Marie Le Pen, ist am Mittwoch vom Pariser Berufungsgericht erneut wegen Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt worden. Der inzwischen aus der Partei ausgeschlossene 88-Jährige hatte die Gaskammern der Nationalsozialisten vor knapp zwei Jahren erneut als "Detail" der Geschichte des Zweiten Weltkriegs bezeichnet.

"Detail der Geschichte"

Das Berufungsgericht bestätigte am Mittwoch die Entscheidung der ersten Instanz und verurteilte Le Pen zu einer Geldstrafe von 30.000 Euro. Der Front National bemüht sich unter dem Vorsitz seiner Tochter Marine Le Pen um ein gemäßigteres Image und hatte den Parteigründer 2015 nach monatelangem Krach ausgeschlossen. Grund war damals unter anderem, dass Jean-Marie Le Pen seine Aussage von den Gaskammern als "Detail der Geschichte" wiederholt hatte, für die er schon früher verurteilt worden war.

Jean-Marie Le Pen hatte den Front National von dessen Gründung 1972 bis 2011 geführt und von einer Splittergruppe zu einer wichtigen politischen Kraft geformt. Er will gegen das Urteil Rechtsmittel beim Kassationsgericht einlegen. (APA, 1.3.2017)

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