Sicherheitsbedenken: Dujmovits reist nicht in die Türkei

1. März 2017, 18:12
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Olympiasiegerin nimmt nicht an Weltcup-Rennen in Kayseri teil

Eisenstadt/Kayseri – Snowboard-Olympiasiegerin Julia Dujmovits hat ihre Teilnahme am Weltcuprennen im türkischen Kayseri am kommenden Samstag abgesagt. Auf ihrer Homepage machte die Burgenländerin Sicherheitsbedenken nach einem Anschlag auf einen Bus mit 15 Toten im vergangenen Dezember geltend.

"Jetzt wurde dann auch noch meine persönliche Internetseite gehackt, samt kryptischem Bekennerhinweis", schrieb Dujmovits in einem Eintrag am Mittwoch und bestätigte damit eine entsprechende Vorabmeldung der "Kronen Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Im Innenministerium hieß es dazu auf Anfrage, es gebe keine Ermittlungen.

Der Österreichische Ski-Verband (ÖSV) hatte zunächst mit Verweis auf eine partielle Reisewarnung auf eine Beschickung des letzten Weltcup-Rennens vor der WM ab 7. März in Sierra Nevada verzichten wollen. Die Athleten haben sich aber für eine Teilnahme ausgesprochen.

Die Reaktion der des Internationalen Skiverbandes (FIS) auf eine offizielle Anfrage zur Lage in Kayseri hat Dujmovits nicht überzeugt. "Für mich gilt: Sorry, ich bin nicht Snowboarderin geworden, um unter Polizeischutz und bewacht von Scharfschützen Rennen zu fahren. In einem Land, dass aufgrund der aktuellen politischen Entwicklung einfach keine Sicherheit garantieren kann", erklärte die Athletin. "Ich respektiere natürlich, dass andere Athleten sich in diesem Fall anders entschieden haben." (APA, red, 1.3. 2017)

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