Brandenburger Todesfahrer leidet an schwerer psychischer Störung

1. März 2017, 16:31
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24-Jähriger gab Tötung seiner Großmutter und zweier Polizisten zu

Frankfurt an der Oder – Der Brandenburger Todesfahrer, der seine Großmutter getötet und anschließend zwei Polizisten überfahren hat, leidet an einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung. Dies erklärte die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) am Mittwoch. Die Behörde beantragte beim Amtsgericht die vorläufige Unterbringung des 24-Jährigen in einer entsprechenden Einrichtung.

Gegen den Mann wird demnach wegen dreifachen Mordes, gefährlicher Körperverletzung, Diebstahls, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Der 24-Jährige hatte am Dienstag in der Kleinstadt Müllrose seine 79-jährige Großmutter getötet und war geflüchtet. An einer Straßensperre überfuhr er die beiden 49 und 52 Jahre alten Beamten. Sie waren sofort tot.

Der 24-Jährige setzte seine Flucht zunächst fort, bevor er von anderen Polizisten gestellt und überwältigt werden konnte. Der Mann ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft unter anderem bereits als Drogenkonsument sowie wegen Diebstahls, Raubs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis bekannt.

Der Verdächtige habe in der Vernehmung die Tötung seiner Großmutter zugegeben und erklärt, dass beide zuvor um Geld gestritten hätten, sagte Staatsanwältin Ricarda Böhme. Er habe auch gestanden, die beiden Polizisten überfahren zu haben. Der Grund: Er habe befürchtet, nach einem Stopp von ihnen erschossen zu werden. (APA, 1.3.2017)

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