Dell verpackt mit Plastikmüll aus den Weltmeeren

1. März 2017, 15:41
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Der Computerhersteller versucht sich an einem innovativen System, ausprobiert wurde es in Haiti

Wien – Der Computerhersteller Dell hat nach eigenen Angaben die ersten Verpackungen der IT-Industrie vorgestellt, die aus recyceltem Plastikmüll aus den Weltmeeren hergestellt wurden. Das neue Notebook Dell XPS 13 2-in-1 wird in der neuen Hülle verkauft. Geht es nach Dell, so sollen 2017 in dem Pilotprojekt rund 8.000 Kilogramm Plastikmüll einer neuen Verwendung zugeführt werden.

Damit die neue Verpackung nicht ebenfalls wieder in den Ozeanen landet, wird jede Verpackungsschale mit dem Recycling-Symbol Nr. 2 für HDPE (High Density Polyethylen) gekennzeichnet, das ebenfalls wieder recycelbar sein soll.

Ganz konkret verläuft die Sache so: Dell-Partner sammeln die Kunststoffe an Flüssen, Wasserstraßen, Küsten und Stränden. Die Stoffe werden aufbereitet und mit anderen recycelten HDPE-Kunststoffteilen vermischt, die etwa aus Flaschen und Behältern stammen. Schließlich werden aus den so entstandenen Plastikflocken neue Verpackungsschalen gepresst, die für die Endverpackung und die Lieferung zu den Kunden verwendet werden. Das Pilotprogramm entspringt einer Machbarkeitsstudie, die im März 2016 in Haiti gestartet wurde. (red, 1.3.2017)

  • Viel Mist, der am Ende zum Rohstoff wird.
    foto: dell

    Viel Mist, der am Ende zum Rohstoff wird.

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