Olympische Spiele in Paris 2024? Innsbruck 2026?

    1. März 2017, 15:00
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    Spiele stehen auf dem Spiel – Stoss bleibt ÖOC-Chef

    Paris/Wien – Boston, Hamburg, Rom und Budapest haben ihre Kandidaturen für die Olympischen Sommerspiele 2024 zurückgezogen. Noch im Rennen, das am 13. September bei der IOC-Session in Lima mit der Vergabe endet, sind Los Angeles und Paris. Doch auch in Frankreich formiert sich immer mehr Widerstand. In Paris wird der Ruf nach einer Volksbefragung lauter – und Volksbefragungen haben zuletzt meistens das Ende einer Bewerbung bedeutet.

    Die Pariser Kommunalabgeordnete Danielle Simonnet hat eine Unterschriftenaktion gestartet. "Natürlich brauchen wir ein Referendum. Ein solches Ereignis sollte von einer politisches Debatte in der Öffentlichkeit begleitet und durch eine Bürgerbefragung entschieden werden", sagte Simonnet der Zeitung Le Monde. Ihrer Meinung nach koste Olympia viel Geld, das für nützliche Projekte wie Einrichtungen für Bildung, Gesundheit, Wohnraum oder Infrastruktur fehle. Durch Bilder der Sportruinen in Rio (Sommerspiele 2016) und Sotschi (Winter 2014) sieht sich Simonnet bestätigt.

    Auch im Winter wird es schwieriger, Bewerberstädte zu finden, das nährt allerdings Hoffnungen, dass Innsbruck 2026 zum Zug kommen könnte. Ende Mai soll eine Machbarkeitsstudie vorliegen, bis September dürfte klar sein, ob Österreich kandidiert. ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel sagt: "Prinzipiell gilt: Der Zeitpunkt für eine Bewerbung war schon lange nicht mehr so günstig wie für 2026."

    Seit Mittwoch steht fest, dass eine etwaige Kandidatur in die Ära Karl Stoss fallen würde. Der 60-jährige Vorarlberger wurde als ÖOC-Präsident bis 2021 wiedergewählt, er geht in seine dritte Amtszeit. Stoss will "die Rahmenbedingungen für unsere Top-Athleten und ihre Trainer weiter verbessern. Und wir müssen endlich auf lange Sicht gemeinsam mit allen Verantwortlichen unsere Zielvorstellungen definieren."

    Im ÖOC setzt man jedenfalls auf Kontinuität. Elisabeth Max-Theurer (Pferdesport) wurde als Vizepräsidentin, Peter Schröcksnadel (Skisport) und Otto Flum (Radsport) wurden als Vizepräsidenten wiedergewählt. Neu im Vorstand sind Gernot Mittendorfer (Eishockey) und Horst Nussbaumer (Rudern). (fri, sid, 1.3.2017)

    • In Frankreich ist eine Bewerbung für olympische Spiele keine gemähte Wiese.
      foto: reuters/mori

      In Frankreich ist eine Bewerbung für olympische Spiele keine gemähte Wiese.

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