Neuer Ladestandard verspricht vollen Handyakku in 20 Minuten

28. Februar 2017, 13:07
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Meizu stellt "Super mCharge" am Mobile World Congress vor – soll Qualcomm Quickcharge ausstechen

OnePlus Dash Charge, Huawei Supercharge, Qualcomm Quickcharge – gleich eine Reihe von Firmen bietet Technologien an, mit denen ein leerer Smartphone-Akku möglichst schnell wieder mit Energie betankt werden soll. Am Mobile World Congress hat sich nun eine weitere Entwicklung hinzugesellt, welche die bisherigen Verfahren in den Schatten stellen soll.

Sie kommt vom chinesischen Elektronikhersteller Meizu und nennt sich "Super mCharge". Man verspricht, Akkus damit in weniger als 20 Minuten von null auf 100 Prozent aufladen zu können, berichtet Techradar.

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5 Ampere, 55 Watt

Eine Realisierung des Versprechens wäre in der Tat rekordverdächtig. Qualcomms aktuelle Schnelllade-Technologie Quickcharge 3.0 bringt es im besten Falle auf 70 Prozent Füllstand in 30 Minuten.

Meizu nutzt für sein Verfahren aktuell ein Kabel mit eigenem internen Konnektor, um einen 3.000-mAh-Akku mit einer Stromstärke von fünf Ampere bei 55 Watt Leistung zu versorgen. Dabei bleibt die Batterie mit 38 Grad merklich kühler als beim Verfahren des Konkurrenten, bei dem die Sensoren 44 Grad messen. Die Forscher von Meizu versprechen zudem, dass Super mCharge dank eigens entwickeltem Akku das "sicherste [Verfahren] von allen" sein soll.

foto: meizu

Quickcharge 4.0 ante portas

Ein Handy mit Super mCharge hatte Meizu zwar noch nicht im Gepäck, der Ladestandard soll aber künftig in eigenen Geräten zu finden sein. Anderen Firmen will man die Technologie anscheinend nicht zur Verfügung stellen.

Die Konkurrenz schläft freilich nicht. Qualcomms Snapdragon 835-Prozessor, der etwa im Galaxy S8 zu finden sein dürfte, bietet Unterstützung für die neue Quickcharge-Version 4.0. Hier soll ein Ladevorgang von fünf Minuten für fünf Stunden Handybetrieb reichen. Ein Ladestand von 50 Prozent soll in 15 Minuten erzielt werden. Wie lange eine vollständige Aufladung – die Ladekurve flacht gegen Ende normalerweise deutlich ab – benötigt, ist nicht bekannt. (gpi, 28.02.2017)

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