Sexismus-Vorwürfe gegen Uber-Manager

28. Februar 2017, 09:14
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Technik-Chef Singhal bestreitet Vorwürfe energisch

San Francisco – Nach den Sexismus-Vorwürfen einer ehemaligen Mitarbeiterin kennt Uber offenbar kein Pardon mehr. Der neue Technik-Chef des Unternehmens, Amit Singhal, muss nach wenigen Wochen bei Uber gehen, weil er interne Ermittlungen gegen ihn wegen sexueller Belästigung bei seinem Ex-Arbeitgeber Google verschwieg.

Singhal bestritt die Vorwürfe gegen ihn im Branchendienst Redcode und in der Zeitung "USA Today" vehement.

15 Jahre bei Google

Singhal hatte erst im Jänner beim Fahrtendienstvermittler Uber angefangen, als für den Technik-Bereich zuständiger Vize-Präsident. Davor arbeitete er 15 Jahre lang bei Google, wo er Anfang 2016 aufhörte.

Uber-Chef Travis Kalanick habe Singhal am Montag zum Rücktritt aufgefordert, berichtete Redcode. Er habe nicht die Wahrheit gesagt, warum er Google verließ. Singhal veröffentlichte eine persönliche Erklärung bei Redcode und in der Zeitung "USA Today", er billige solches Verhalten nicht und habe es auch nicht begangen.

Erst vergangene Woche hatte sich eine Ex-Mitarbeiterin von Uber beschwert, während ihrer Zeit im Unternehmen von ihrem Vorgesetzten sexuell belästigt, von der Personalabteilung aber nicht unterstützt worden zu sein. Generell warf sie dem Unternehmen Sexismus vor. Kalanick beauftragte umgehend den ehemaligen Justizminister der USA, Eric Holder, mit der Untersuchung der Vorwürfe.

Uber ist derzeit in der Defensive: In den vergangenen Wochen boykottierten viele Nutzer den Fahrtenvermittlungsdienst, weil Kalanick in der Wirtschaftsberatergruppe von Präsident Donald Trump saß. Unter dem Hashtag DeleteUber forderten sie dazu auf, die Uber-App zu löschen. Kalanick stieg aus dem Gremium wieder aus. (APA, 28.2.2017)

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