Graz: Euroshopping wird Wohnareal

27. Februar 2017, 17:16
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Rund 650 Wohnungen sollen entstehen. Bauarbeiten ab 2018

Das frühere Grazer Einkaufszentrum Euro-Shopping in Straßgang – es war 2015/16 auch eine der größten Transitunterkünfte für Flüchtlinge – wird ein Wohnareal. Dies berichtete das Magazin "Gewinn" (Montag-Ausgabe). Rund 650 Wohnungen sollen auf dem Areal beim ehemaligen Weblinger Autobahnstumpf entstehen. Vom Käufer C&P AG sollen dort ab 2018 rund 100 Millionen Euro investiert werden.

Der Niedergang des Euroshopping-Center hatte mit dem Auszug der Ketten Praktiker und Conrad begonnen, von den verbliebenen Betrieben siedelte ebenfalls einer nach dem anderen ab. Das leer stehende Areal war bis 2016 im Besitz des Immobilienentwicklers Immovate. Dieser wollte auf dem fast drei Hektar großen Grundstück schon 2016 mit dem Bau von 400 Wohnungen beginnen. Daraus wurde nichts. Immovate verkaufte das Euroshopping-Gelände um 10,2 Millionen Euro an den Vorsorgewohnungsanbieter C&P AG.

Transitunterkunft für Flüchtlinge

Vom Herbst 2015 bis Frühjahr 2016 wurde das Gebäude als vom Roten Kreuz betreute Transitunterkunft für Flüchtlinge von der Balkanroute genutzt. Die Halle fasste rund 2.000 Menschen, die aber immer nur für kurze Zeit blieben und in der Mehrzahl nach Deutschland weiterfuhren.

Die Zahl der Wohnungen solle im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen deutlich steigen, erklärte C&P-Chef Markus Ritter: "Wir wollen dort in vier Bauabschnitten 650 Wohnungen errichten. Es wird mehr kleine, leistbare Wohnungen zwischen 30 und 50 Quadratmeter geben, deshalb steigt die Zahl der Einheiten insgesamt". Es werde dennoch ein Projekt mit sehr vielen Grünräumen, sagte Ritter. Baustart sei frühestens Anfang, Mitte 2018. Das Areal liegt in der Nähe der Kreuzungspunkte von A2 und A9.

Abtragung des Brückenwerks

Der sogenannte Weblinger Stumpf ist eine Unterführung, die in den 1970er-Jahren errichtet wurde und als Teil der Pyhrnautobahn (A9) quer durch den Westen von Graz gedacht war. Durch die Abtragung des Brückenwerks soll hier bis Ende 2017 ein niveaugleicher Knotenpunkt geschaffen werden. Der dortige Park-&-Ride-Parkplatz bleibt grundsätzlich bestehen, wandert aber bis Jahresende vorübergehend auf das Gelände des früheren Euroshopping-Einkaufszentrums. (APA, 27.2.2017)

  • 2018 sollen die Bagger auffahren.
    foto: apa/helmut fohringer

    2018 sollen die Bagger auffahren.

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