Jean-Marie Le Pen erneut wegen Äußerung über Roma verurteilt

27. Februar 2017, 16:19
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Berufungsgericht bestätigte Urteil der ersten Instanz

Aix-en-Provence – Der Gründer des rechtsextremen Front National (FN), Jean-Marie Le Pen, ist in Frankreich erneut wegen diskriminierender Äußerungen über Roma verurteilt worden. Der 88-Jährige muss wegen Anstiftung zum Hass und zur Diskriminierung 5.000 Euro Strafe zahlen, entschied ein Berufungsgericht in Aix-en-Provence am Montag. Es bestätigte damit ein Urteil vom vergangenen April, das Le Pen angefochten hatte.

Le Pen hatte 2013 bei einer Pressekonferenz in Nizza die Anwesenheit von Roma in der Stadt am Geruch festgemacht. Drei französische Menschenrechtsorganisationen hatten daraufhin geklagt. Schon zuvor war Le Pen immer wieder mit der Justiz in Konflikt gekommen und mehrfach wegen Anstiftung zu Rassenhass oder Leugnung von Nazi-Verbrechen verurteilt worden. 2013 erhielt er eine Geldstrafe, weil er in einem Wortspiel Roma mit Dieben gleichgesetzt hatte.

Wegen seiner wiederholten Ausfälle hatte ihn der Front National unter dem Vorsitz seiner Tochter Marine Le Pen 2015 aus der Partei ausgeschlossen. Jean-Marie Le Pen hatte den FN von 1972 bis 2011 geführt. (APA, 27.2.2017)

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