Neuseelands Premier: Zu wenige Fachkräfte wegen Drogen

27. Februar 2017, 15:30
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"Eine der Hürden ist heutzutage, einen Drogentest zu bestehen"

Wellington – Wegen des Drogenkonsums junger Neuseeländer hätten es Arbeitgeber nach Darstellung des Regierungschefs heutzutage schwierig, Arbeitskräfte zu finden. "Eine der Hürden ist heutzutage, einen Drogentest zu bestehen", sagte Bill English am Montag in der Hauptstadt Wellington bei der Vorstellung von Zuwanderungszahlen für den Jänner 2017.

Ein Reporter hatte den Regierungschef gefragt, warum die 140.000 arbeitslosen Neuseeländer nicht den Bedarf an Facharbeitern in dem Pazifikstaat decken könnten. "Im Sinne der Sicherheit am Arbeitsplatz darf man auf seinem Gelände keine Menschen unter Drogeneinfluss haben, und viele unserer jungen Leute können diesen Test nicht bestehen", sagte English. Neuseeland hat Studien zufolge relativ hohe Nutzerraten bei Drogen wie Cannabis und Amphetaminen.

Die neuseeländische Statistik wies ein Rekord-Wanderungssaldo von plus 71.300 Menschen im ersten Monat des Jahres aus. Im Vorjahr waren 128.000 Migranten – die meisten von ihnen mit Arbeitsvisa – in den Inselstaat gekommen. In der Zahl waren allerdings auch aus dem Ausland zurückkehrende neuseeländische Bürger inbegriffen. (APA/dpa, 27.2.2017)

  • "Im Sinne der Sicherheit am Arbeitsplatz darf man auf seinem Gelände keine Menschen unter Drogeneinfluss haben, und viele unserer jungen Leute können diesen Test nicht bestehen", so der neuseeländische Premier.
    foto: dpa / pleul

    "Im Sinne der Sicherheit am Arbeitsplatz darf man auf seinem Gelände keine Menschen unter Drogeneinfluss haben, und viele unserer jungen Leute können diesen Test nicht bestehen", so der neuseeländische Premier.

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