Kärntner Polizei hob Geldfälscher-Werkstatt aus

27. Februar 2017, 14:53
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Der 33-Jährige soll das Falschgeld übers Darknet verkauft haben

Klagenfurt – Die Polizei hat eine Geldfälscher-Werkstatt in Kärnten ausgehoben. Wie Gottlieb Türk, der Leiter des Landeskriminalamts, am Montag bei einer Pressekonferenz sagte, wurde ein 33-jähriger Kärntner festgenommen. Er dürfte die Blüten hergestellt und über das Darknet verkauft haben. 150.000 Euro in Falschgeld wurden ebenso sichergestellt wie eine funktionstüchtige Maschinenpistole.

Bereits am Sonntag hatte es bei dem 33-Jährigen eine Hausdurchsuchung wegen des Verdachts auf Geldfälschung gegeben, sagt Türk: "Dabei wurden Hinweise auf eine zweite Wohnung des Mannes in einem anderen Bezirk gefunden." Als die Beamten auch diese Wohnung durchsuchten, stießen sie auf die Werkstatt, ausgestattet mit professionellen Geräten zur Herstellung von Falschgeld. "Außerdem wurden 1.500 Stück gefälschte 50-Euro-Scheine beschlagnahmt – und weitere 1.500 halb fertige Scheine", sagte Türk. Europaweit sei es eine der ersten Fälscherwerkstätten gewesen, welche die Polizei ausheben konnte.

180 gefälschte 50-Euro-Scheine

Der 33-Jährige dürfte keine Komplizen für Herstellung und Vertrieb gehabt haben. Wie die Ermittler vermuten, sind seine Blüten aber in weite Teile Europas ausgeliefert worden. "Allein in Österreich sind seit Herbst 2016 insgesamt 180 gefälschte 50-Euro-Scheine aufgetaucht, die aus der Werkstatt des 33-Jährigen stammen – das hat eine Klassifizierung durch die Oesterreichische Nationalbank ergeben, die das Falschgeld untersucht hat."

Die Qualität der Blüten habe variiert, erklärte der Kriminalist: "Wir gehen davon aus, dass sich der 33-Jährige die Techniken selbst beigebracht hat, mit der Zeit sind auch die Fälschungen immer besser geworden. Wenn man als Laie einen solchen Schein bekommt, kann man den durchaus für einen echten halten."

Die Ermittlungen waren vorerst noch nicht abgeschlossen – die Polizei versucht nun, die Abnehmer ausfindig zu machen. Der 33-Jährige ist wegen Gewaltdelikten amtsbekannt. (APA, 27.2.2017)

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