Porsche Panamera Turbo S: Musterschüler

1. März 2017, 11:00
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Erstmals in der Geschichte von Porsche ist mit dem Panamera S das Topmodell einer Baureihe ein Plug-in-Hybrid

Nardo – Die genaue Typenbezeichnung lautet Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid. Die gar nicht bescheidenen Daten: Systemleistung 680 PS, 850 Nm Drehmoment. 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, Spitze 310 km/h. Wahrscheinlich wird man es in (gar nicht) ferner Zeit einmal als Treppenwitz der Automobilgeschichte sehen, dass diese Luxussportwagenlimousine einen CO2-Ausstoß von nur 66 Gramm pro Kilometer aufweist. Das entspricht 2,9 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Aber das ist eine andere Geschichte.

foto: porsche
Der Panamera ist in zweiter Generation vielleicht noch mehr als in erster der Chefdynamiker in der Liga der Luxuslimousinen – und als Turbo S E-Hybrid macht er auf maximal ökokorrekt sportiv.

Die Bemühungen, einen wuchtigen Hammer von einem Automobil auf die Räder zu stellen, sind jedenfalls geglückt. Es ist ja bekannt, dass Porsche mit dem 918 schon vor Jahren begann, das Thema Plug-in-Hybrid auf höchster Ebene zu bearbeiten, und so sehen nun die Früchte aus.

foto: porsche

Schon der kürzlich erst präsentierte Panamera 4 E-Hybrid ist mit V6-Motor und einer Systemleistung von 462 PS kein Schwächling. Der Turbo S treibt es noch bunter. Da fragt man sich schon: Wie schafft es Porsche in so kurzer Zeit, gleich zwei Modelle serienreif zu kriegen? Ganz einfach: Der Hybridantrieb ist der gleiche, ihm wurde lediglich der stärkere V8-Biturbomotor mit 550 PS (gegenüber 330 PS im V6) vorgeschaltet. Der Elektromotor hat unverändert 100 Kilowatt (136 PS) und 400 Nm. So auch die rein elektrische Reichweite von 50 km. Keine Angst, die Zahnräder halten das aus, alles zusammen wurde schon von vornherein für das stärkste Modell konstruiert. So ist das Doppelkupplungsgetriebe auf eine Drehmomentspanne von 1250 Nm ausgelegt, das heißt, von minus 400 bis plus 850. Minus 400 deshalb, weil die Elektromaschine das Getriebe beim Rekuperieren mit bis zu 400 Nm belastet.

foto: porsche

Der Wagen kommt in Europa im Juli auf den Markt und wird fast das Doppelte des V6 kosten, nämlich rund 200.000 Euro. Dabei ist gar keine Normverbrauchsabgabe fällig, weil der CO2-Ausstoß mit 66 g/km, also unter 90 g/km, angegeben wird. (Rudolf Skarics, 29.2.2017)

foto: porsche
Die Lithium-Ionen-Batterie mit 14,1 kWh Energieinhalt reicht für rein elektrische Lustfahrten von bis zu 50 Kilometer.

Nachlese:

Panamera Executive: Ich bin ein Panamerikaner

BMW 7er: Das ist doch wieder einmal der Gipfel

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Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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