Beetle Dune: Strandbuggy für den Asphalt

2. März 2017, 05:42
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VW erweitert das Beetle-Angebot um den Dune, der anknüpfen soll an die Tradition der Beach Buggys

Wiener Winter – Der gute alte und überaus sympathische Käfer ist mittlerweile aus dem Verkehrsbild zur Gänze verschwunden, der neue Beetle leistet hier ein wenig Abhilfe. Noch ist die Retrowelle nicht zur Gänze abgeebbt. VW zitiert mit dem Beetle nicht nur den Käfer, sondern mit dem Beetle Dune nun auch die Beach-Buggys aus den 1960er-Jahren. Da fegt man gedanklich gleich über die kalifornischen Sanddünen. Aber eben nur gedanklich.

foto: guido gluschitsch
Der VW Beetle Dune ist ein rundum fröhliches Auto, erst recht ohne Dach. Die solide VW-Ausstattung ist dabei durchaus ernsthaft. Die goldgelbe Bienenanmutung steht dem Cross-Käfer ausgezeichnet.

Wir aber stecken in der Realität fest: Wien. Derzeit noch Schnee, Eis und Regen, an offenes Fahren ist gar nicht zu denken, aber man wird sich doch schon auf den Frühling und erst recht auf den Sommer freuen dürfen.

foto: guido gluschitsch

Noch etwas spricht gegen einen Ausflug in die Sanddünen: Der Beetle Dune hat zwar eine etwas breitere Spur, mehr Bodenfreiheit als der normale Beetle und einen verchromten Unterfahrschutz, er hat aber keinen Allradantrieb. Ein Ausflug in den Sand wäre also eine eher kurze und durchaus unerfreuliche Angelegenheit, sprich: schaufeln, fluchen und dann den Strandabschleppdienst rufen. Alles schon erlebt.

foto: guido gluschitsch

Der Beetle Dune ist ein Auto, das Spaß vermitteln soll, er schaut drollig aus – hat da gerade wer "Frauenauto" gerufen? Stimmt gar nicht. Ja, der gefällt Frauen gut, aber unsere Erfahrung gerade auch in den Garagen hat gezeigt: Auf den springen auch Männer an.

foto: guido gluschitsch

Und wenn schon Spaß, dann lieber gleich offen, also das Cabrio, und Goldgelb ist eine gute Farbwahl, da wird aus dem Käfer gleich eine Biene.

foto: guido gluschitsch

Wir fassten den Benziner mit 150 PS aus, das erscheint eine ausgezeichnete Wahl, 105 PS bedeuten halt ein bisschen weniger Spaß, geht aber auch, und wer den Diesel braucht, wird mit 110 PS oder 150 PS ebenfalls gut bedient. Wahlweise gibt es eine Sechsgang-Handschaltung, die knackig ist, im richtigen Leben würden wir uns aber für das gemütlichere Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe entscheiden. Fazit: ein Strandbuggy für den Asphalt und die Stadt, ein Käfer, der vorgibt, eine Biene zu sein. (Michael Völker, 2.3.2017)

foto: guido gluschitsch

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Volkswagen

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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