EU-Kommission: Bauern profitieren von Handelsabkommen

27. Februar 2017, 12:35
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Hogan: Drei Vereinbarungen mit Mexiko, Südkorea und Schweiz brachten Ausfuhrvolumen von 130,7 Mrd. Euro – Stärkste Steigerung der Exporte 2016 in die USA

Brüssel – Die EU-Kommission sieht positive Auswirkungen von Handelsabkommen auch auf den Agrarsektor. EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan präsentierte am Montag eine Studie, wonach bei drei Vereinbarungen mit Mexiko, Südkorea und der Schweiz im Vorjahr ein gesamtes Ausfuhrvolumen von 130,7 Mrd. Euro erbracht haben, um 29 Prozent mehr als 2011. Dabei gebe es auch Vorteile für die Landwirtschaft.

Allein mit den drei Handelsabkommen sei das Ausfuhrvolumen im Agrarsektor um mehr als eine Milliarde Euro und die Wertschöpfung um 600 Mio. Euro gesteigert worden, betonte Hogan. Außerdem sei mit dem Anstieg der Ausfuhren EU-weit ein Beitrag zur Sicherung Tausender Arbeitsplätze geschaffen worden.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström meinte, sachgerecht gestaltete Handelsabkommen würden für die Bauern und Nahrungsmittelerzeuger positive Auswirkungen haben. Es zeige sich auch, dass im Verlauf von Handelsverhandlungen unnötiger Verwaltungsaufwand und Handelshemmnisse weiter abgebaut werden könnten.

Am stärksten seien die Exporte im Landwirtschaftsbereich im Vorjahr in die USA mit einem Plus von 1,26 Mrd. Euro gestiegen. Gleichzeitig sei das Einfuhrvolumen von Agrar- und Nahrungsgütern gesunken. 2016 seien auf die Agrar- und Ernährungswirtschaft 7,5 Prozent aller EU-Ausfuhren und 6,6 Prozent aller Einfuhren gefallen. Mit einem Überschuss von 18,8 Mrd. Euro entfalle auf den Agrarbereich fast die Hälfte des Handelsüberschusses der EU, der sich im Vorjahr auf 39,3 Mrd. Euro belief. (APA. 27.2.2017)

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