Deutschland prüft "europäischen IWF"

27. Februar 2017, 12:18
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Finanzministerium: Währungsfonds bleibt aber wertvoller Partner bei internationaler Krisenbewältigung

Berlin – Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble prüft Optionen zur Weiterentwicklung des Eurorettungsfonds ESM, ohne diesen aber zu einem Konkurrenten des Internationalen Währungsfonds (IWF) machen zu wollen. "Im Bundesfinanzministerium beschäftigten wir uns ganz grundsätzlich mit der Frage, welche Rolle der ESM zukünftig spielen kann", sagte eine Sprecherin am Montag. "Klar ist aber auch, dass der IWF ein wertvoller Partner bei der internationalen Krisenbewältigung ist und bleibt."

Schäuble hatte zuletzt schon betont, der ESM könnte zu einem Europäischen Währungsfonds ausgebaut werden. Neben der Krisenbewältigung wie im Falle Griechenlands könnte er dann auch Aufgaben etwa im Bereich der Haushaltsüberwachung der Euro-Länder übernehmen. Allerdings hat der CSU-Minister das bisher nicht als konkrete, kurzfristige Zielsetzung formuliert.

Das Magazin "Der Spiegel" berichtete zuletzt von Plänen der deutschen Regierung, den ESM so auszubauen, dass er künftig den IWF bei der Bewältigung von Krisen im Währungsraum ersetzen könne. Derzeit ist der ESM ein reines Finanzierungsinstrument der Euroländer, um Eurostaaten bei der Bewältigung von Problemen zu helfen. (APA, Reuters, 27.2.2017)

  • Wolfgang Schäuble hatte zuletzt schon betont, der ESM könnte zu einem Europäischen Währungsfonds ausgebaut werden.
    foto: reuters / platiau

    Wolfgang Schäuble hatte zuletzt schon betont, der ESM könnte zu einem Europäischen Währungsfonds ausgebaut werden.

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