Philippinische Regierung prüft Berichte über Tod einer deutschen Geisel

26. Februar 2017, 16:42
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Ein 70-Jähriger, der vor vier Monaten entführt wurde, soll von der Abu-Sayyaf-Gruppe getötet worden sein. Zuvor war ein Ultimatum abgelaufen

Manila – Die Regierung der Philippinen prüft Berichte, wonach eine deutsche Geisel hingerichtet worden sein soll. "Trotz andauernder Bemühungen von Gruppen und Sicherheitskräften habe ich Berichte über die angebliche Enthauptung einer deutschen Geisel auf Jolo am Sonntagnachmittag erhalten", teilte der für den Friedensprozess zuständige Präsidentenberater Jesus Dureza mit.

Die Bemühungen, diese Berichte zu bestätigen, dauerten noch an, sagte Dureza. Dies habe ihm der Oberst der Taskforce in der Provinz Sulu am Sonntagabend am Telefon mitgeteilt. Generalmajor Carlito Galvez, ein regionaler Militärkommandant, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Armee werde den Tod der Geisel nur bestätigen, wenn es eine Leiche gebe.

Abu Sayyaf hatte mit der Ermordung des vor knapp vier Monaten entführten 70-jährigen Deutschen gedroht, wenn sie nicht bis Sonntag, 8 Uhr MEZ ein Lösegeld erhält. Eine offizielle Stellungnahme des deutschen Außenministeriums gab es zunächst nicht. Die philippinische Luftwaffe griff am Wochenende Verstecke der Terrorgruppe an. (APA, 26.2.2017)

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