Jungsozialisten fordern Konsequenzen für Linzer Bürgermeister Luger

26. Februar 2017, 15:30
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Nach Abspaltungsgerüchten will SJ-Chefin Fiona Kaiser "offensichtliche Probleme" nicht länger zudecken

Linz – Nach dem Bekanntwerden möglicher politischer Abspaltungspläne des Linzer Bürgermeisters Klaus Luger (SPÖ) gehen in der Landespartei die Wogen hoch. Während SPÖ-Landeschefin Birgit Gerstorfer und Luger zwischen Dementi und Harmoniebekundungen schwanken, fordert der rote Nachwuchs klare Worte.

"Es kann doch jetzt nicht sein, dass offensichtliche Probleme einfach zugedeckt werden", ärgert sich SJ-Landeschefin Fiona Kaiser im STANDARD-Gespräch. Luger vertrete in vielen Bereichen Positionen, die mit der SPÖ nicht vereinbar seien. Als Beispiel nennt die Chefin der sozialistischen Jugend die Einführung eines sektoralen Bettelverbots in Linz, "Kürzungen bei Sozialleistungen" oder das "blendende Auskommen mit den faschistischen Grauen Wölfen".

Kaiser sieht die Zeit gekommen, sich in den Parteigremien intensiver mit dem Linzer Bürgermeister zu beschäftigen. "Und letztlich kann es da nur um eine Frage gehen: Sind Lugers Positionen noch mit den sozialdemokratischen Grundwerten vereinbar? Wenn nicht, braucht es Konsequenzen." Einen Parteiausschluss? Kaiser: "Das müssen andere entscheiden. Aber: Würde er gehen, wir würden ihn sicher nicht vermissen." (Markus Rohrhofer, 26.2.2017)

  • SJ-Landesvorsitzende Fiona Kaiser erhebt die Stimme für mehr Härte an der roten Parteispitze.
    apa/harald dostal

    SJ-Landesvorsitzende Fiona Kaiser erhebt die Stimme für mehr Härte an der roten Parteispitze.

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