SPD-Kanzlerkandidat Schulz rechnet mit knappem Rennen bei Bundestagswahl

25. Februar 2017, 13:50
5 Postings

Zwei bis drei Prozent entscheiden erst am Wahltag

Berlin – Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz geht von einem bis zuletzt knappen Rennen bei der deutschen Bundestagswahl im Herbst aus. "Über 20 Prozent der Wähler entscheiden sich erst in den letzten zehn Tagen, zwei bis drei Prozent erst unmittelbar am Wahltag. Möglicherweise kommt es am Ende genau auf diese zwei, drei Prozent an", sagte Schulz den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND).

Angesichts der deutlichen Zuwächse bei den jüngsten Meinungsumfragen sagte Schulz, sein persönlicher Anteil daran sei "sehr gering". Die Mitte der Gesellschaft habe schon lange das Gefühl, dass es in Deutschland zu wenig Respekt voreinander und zu viel Verrohung und Polarisierung in der Gesellschaft gebe. Für die "klassisch sozialdemokratischen Werte" wie Respekt, Toleranz und Zusammenhalt stünden viele, und die SPD zeige jetzt wieder, "dass sie an sich selbst glaubt". Deshalb stehe sie nun so gut da. "Ich als Person gebe dem möglicherweise eine passende Stimme", sagte Schulz.

SPD-Vize Ralf Stegner lehnte es in der "Mitteldeutschen Zeitung" unterdessen ab, mit einer Koalitionsaussage zugunsten einer rot-rot-grünen Regierung in die Wahl zu gehen. "Wir machen keine Koalitionswahlkämpfe, sondern versuchen, ein möglichst gutes Ergebnis für die SPD zu erzielen." Er fügte hinzu: "Sonst stärken wir nur die kleinen Parteien. Das ist nicht in unserem Interesse." (APA, 25.2.2017)

Share if you care.