OSZE-Beobachter bei Donezk angegriffen

25. Februar 2017, 09:47
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Kurz: inakzeptable Verletzung der Kernaufgabe der Mission

Kiew/Donezk/Wien – OSZE-Beobachter sind in der Ostukraine von bewaffneten Männern attackiert worden. Der Vorfall ereignete sich am Freitagnachmittag in Jassynuwata (Yasynuvata), in der von Rebellen kontrollierten selbstproklamierten Volksrepublik Donezk (DPR), teilte die OSZE in einer Aussendung mit. Auch eine Drohne wurde beschlagnahmt.

Die Patrouille wollte gerade das Fluggerät starten, um dem mutmaßlichen Beschuss einer Wasserfiltrieranlage im Norden von Donezk nachzugehen, als bewaffnete Männer ihre Waffen auf die OSZE-Beobachter gerichtet und das Flugobjekt ergriffen hätten. Einer der Männer habe einen Schuss abgefeuert, der in der Nähe der Beobachter niederging, hieß es.

Der Chef der Ukraine-Mission, Ertugrul Apakan, verurteilte das Zielen auf die Sonderbeobachter (SMM) sowie die Beschlagnahme des unbemannten Flugobjekts (UAV) durch Mitglieder der "DPR". "Das Feuern auf unbewaffnete zivile Beobachter ist nicht nur eine direkte Bedrohung für das Leben von mutigen Männern und Frauen, die ihr Bestes tun, um der Ukraine Frieden zu bringen", sagte Apakan. Es sei auch eine Herausforderung für die 57 Mitgliedstaaten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sowie das Minsker Abkommen.

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) verurteilte als aktueller OSZE-Vorsitzender den Vorfall. Die Bedrohung des Lebens von SMM und die UAV-Beschlagnahme durch bewaffnete Männer sei eine "inakzeptable Verletzung" der Kernaufgabe der Mission, erklärte er via Twitter. (APA, 25.2.2017)

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