Dutzende Tote bei Anschlägen in Homs

25. Februar 2017, 13:46
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Fatah al-Sham bekannte sich zu Attentaten – örtlicher Militärgeheimdienstchef getötet

Homs – Mehrere Selbstmordattentäter haben in der zentralsyrischen Stadt Homs nach Angaben von Aktivisten mehr als 40 Menschen mit in den Tod gerissen. Die Anschläge hätten sich gegen Gebäude des Militärgeheimdienstes und der Staatssicherheit gerichtet, wie die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag berichtete.

Zu den Anschlägen in der syrischen Stadt Homs vom Samstag hat sich die Jihadistenmiliz Fatah al-Sham bekannt. Fünf Selbstmordattentäter hätten die Gebäude des syrischen Staatssicherheit und des Militärgeheimdienstes in Homs attackiert, erklärte die ehemalige Al-Nusra-Front. Dabei seien mehr als 40 Menschen getötet worden, darunter auch der Chef des Militärgeheimdienstes in Homs, Hassan Daabul.

Das syrische Staatsfernsehen nannte zunächst keine genaue Opferzahl. Es bestätigte aber den Tod von Geheimdienstchef Daabul, der ein enger Vertrauter des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad war.

Sechs Selbstmordattentäter

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana sprach unter Berufung auf den Gouverneur von Homs von 32 Toten und 24 Verletzten. Es hätten sich sechs Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt.

In der Vergangenheit hatte die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) solche Anschläge für sich beansprucht. Die Jihadisten attackierten wiederholt Viertel der religiösen Minderheit der Alawiten in der Stadt. Dieser gehört auch Machthaber Assad an.

Homs liegt zwischen der Hauptstadt Damaskus und dem nordsyrischen Aleppo. Die Großstadt ist in den Händen der Regierung. Truppen von Assad belagern und beschießen aber den von Rebellen besetzten Stadtteil Al-Waer.

Bereits am Freitag hatte ein schwerer Anschlag den Norden des Bürgerkriegslandes erschüttert. Der Syrischen Beobachtungsstelle zufolge starben bei einem Rebellenstützpunkt nordwestlich der Stadt Al-Bab 77 Menschen. Diese Tat reklamierte die IS-Miliz für sich. (APA, 25.2.2017)

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