ORF-Journalisten gegen Wrabetz' Reformpläne

    24. Februar 2017, 20:02
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    Redakteursversammlung am Mittwoch einberufen

    Wien – Unter den Mitarbeitern der Fernseh-Information des ORF regt Widerstand gegen die Reformpläne von Generaldirektor Alexander Wrabetz. In einem Rundmail vom 23. Februar lädt Redakteurssprecher Dieter Bornemann zu einer Redakteursversammlung für kommenden Mittwochnachmittag, berichtet das "profil".

    In seinem Mail übt Bornemann Kritik an Alexander Wrabetz: "Auf einen Termin, bei der uns der Generaldirektor über seine neue Struktur informiert – wie es im ORF-Gesetz und Redakteursstatut vorgesehen ist -, warten wir bisher vergeblich."

    Einsparungsvorgaben

    Fest stehe allerdings, so Bornemann, dass es "neue und massive Einsparungsvorgaben für unsere Redaktionen" gebe. Kolportiert werden laut "profil-online"-Informationen die Auflösung der Ressorts, Zusammenlegungen von Redaktionen, die Abschaffung der Freien Mitarbeiter und der Einsatz von Ein-Mann-Teams.

    Alexander Wrabetz könnte dem Stiftungsrat kommenden Donnerstag sein Konzept für eine weitreichende Strukturreform vorlegen. Kernstück ist die Einführung zweier Channel-Manager für ORF eins und ORF 2. Als Favoritin für den Führungsjob bei ORF eins gilt Lisa Totzauer, derzeit Info-Leiterin des Senders. Channel-Manager von ORF 2 soll der frühere Direktor des Landesstudios Salzburg, Roland Brunhofer, werden. Der derzeitige Innenpolitik-Chef Hans Bürger dürfte neuer Chefredakteur werden. (red, 24.2.2017)

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