St. Pölten spitzt gegen Sturm auf dritten Streich

24. Februar 2017, 16:08
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Aufsteiger konnte die letzten beiden Duelle gegen die Grazer für sich entscheiden und sein Selbstvertrauen mit Erfolg in Altach stärken

St. Pölten/Graz – Das beste Auswärtsteam der Bundesliga gastiert am Sonntag (16.30 Uhr/live ORF2) beim schwächsten Heimteam. Im Frühjahr ist Sturm Graz seiner Form bisher aber hinterhergelaufen. Die Grazer haben beim SKN St. Pölten einiges gutzumachen – unter anderem die bittere 0:4-Heimniederlage vergangene Woche gegen die Wiener Austria.

In zwei Spielen seit der Winterpause hat Sturm bisher weder einen Punkt geholt noch ein Tor erzielt. "Ein Erfolgserlebnis am Sonntag würde gewisse Dinge lösen", sagte Trainer Franco Foda. Zur Ligahalbzeit waren die Grazer nach ihrem sensationellen Saisonstart noch Tabellenführer gewesen, mittlerweile sind sie auf Platz vier abgerutscht. "So wie wir das Jahr in der ersten Phase begonnen haben, das geht nicht über eine ganze Saison", meinte Foda. "Gegen Austria Wien haben wir aber nichts von dem gezeigt, was wir können."

Mit 22 Punkten aus elf Spielen kann man auswärts aber immer noch auf eine hervorragende Quote verweisen. Die St. Pöltner dagegen haben zu Hause erst neun Zähler geholt, unter dem Ende Oktober installierten Trainer Jochen Fallmann aber beide Duelle mit Sturm (2:1 in der Liga, 4:3 im Elferschießen im ÖFB-Cup) für sich entschieden.

Oberwasser in Niederösterreich

Dazu haben die St. Pöltner mit ihrem Sieg in Altach Selbstvertrauen getankt. Zu Null gespielt haben die Niederösterreicher aber auch nach 22 Runden noch nicht. "Natürlich wäre es an der Zeit, ich nehme aber auch gerne einen 2:1-Sieg", sagte Fallmann. Die Favoritenrolle sieht er trotz allem bei den Grazern. "Fakt ist: Sturm hat hohe Qualität." Dass die Steirer bisher hinter ihren Ansprüchen geblieben sind, mache sie besonders gefährlich. "Wir sind gewarnt."

Mit den Winter-Verpflichtungen ist Fallmann bisher sehr zufrieden. Babacar Diallo oder auch Adi Mehremic hätten die Defensive stabiler gemacht. "Wir haben einen sehr guten Kader für SKN-Verhältnisse", meinte Fallmann. An den Zielen ändere das aber nichts. "Über allem steht immer noch, dass wir in der 36. Runde den Klassenerhalt geschafft haben."

Derzeit haben die Niederösterreicher als Achter nur einen Zähler auf Schlusslicht Ried und Mattersburg gut. "Es war schon im Winter absehbar, dass keine Mannschaft wegbricht", sagte Fallmann. "Es sind nicht nur zwei Teams, sondern mehr. Je mehr, desto besser für uns." Auch der WAC und die Admira liegen nur fünf Punkte vor dem Abstiegsrang. Fallmann: "Es wird bis zum Schluss eng bleiben." (APA, red, 24.2. 2107)

Mögliche Aufstellungen:

SKN St. Pölten – SK Sturm Graz (Sonntag, 16.30 Uhr/live ORF2, NV-Arena, SR Schüttengruber). Bisherige Saisonergebnisse: 1:3 (h), 2:1 (a)

St. Pölten: Riegler – Stec, Huber, Diallo, Mehremic – Ambichl, Martic – Schütz, Hartl, Dieng – Doumbouya

Ersatz: Vollnhofer – Pirvulescu, Petrovic, Perchtold, Holzmann, Grasegger, Drazan, Luckassen

Es fehlen: Thürauer (gesperrt), Korkmaz (Muskelverletzung im Oberschenkel), Entrup (Sprunggelenksverletzung)

Sturm: Gratzei – Koch, Spendlhofer, Schulz, Lykogiannis – Jeggo, Piesinger – Hierländer, Atik, Schmerböck – Alar

Ersatz: Lück – Potzmann, Schoissengeyr, Ovenstad, Huspek, Gruber, Horvath, Chabbi

Es fehlt: Kienast (Knieprobleme)

Fraglich: Zulechner (nach Krankheit)

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