Kunden kauften erstmals weniger Smartphones in Deutschland

    24. Februar 2017, 13:19
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    Verkaufszahlen sanken 2016 gegenüber dem Jahr davor um etwa zwei Millionen auf 23,2 Millionen Geräte

    Seit der Einführung des iPhone 2007 legte der Smartphone-Markt Jahr um Jahr kräftig zu. Doch in Deutschland wurde dieser Trend im vergangenen Jahr gebrochen. Auch sonst lief das Geschäft mit Digitalkameras und Co 2016 nicht ganz rund. Kassenschlager gab es trotzdem.

    "Der Markt ist gesättigt, sollte dieses Jahr aber stabil bleiben"

    Nach jahrelangem Wachstumskurs sind 2016 deutschlandweit erstmals weniger Smartphones verkauft worden als im Vorjahr. Nach Branchenzahlen von heute, Freitag, haben Händler im vergangenen Jahr mit rund 23,2 Millionen Geräten um etwa zwei Millionen Smartphones weniger als 2015 verkauft. "Der Markt ist gesättigt, sollte dieses Jahr aber stabil bleiben", sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender des deutschen Branchenverbands für Unterhaltungselektronik gfu.

    Trotz leicht gestiegenen Durchschnittspreises ging auch der Smartphone-Umsatz um 2,7 Prozent auf 9,6 Mrd. Euro zurück. "Mit den gigantischen Stückzahlen bleiben Smartphones trotzdem das größte Segment, das wir haben", sagte Kamp.

    Leicht rückläufig

    Insgesamt war der Branchenumsatz 2016 laut Cemix-Index des gfu leicht rückläufig und blieb hinter den Erwartungen zurück. Mit 26,6 Mrd. Euro wurden Lautsprecher, Fernseher, Telefone und Co im Wert von rund 1 Milliarde Euro weniger als im Vorjahr umgeschlagen. Daran soll sich nach Expertenangaben auch im laufenden Jahr wenig ändern.

    Notebooks, Desktop-Rechner und Tablets blieben wie in den Jahren zuvor auch 2016 die Sorgenkinder der Branche. Die PC fuhren mit 6,9 Mrd. Euro Umsatz im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von rund 8,6 Prozent ein.

    Hoffnungsträger sind dagegen teure großformatige TV-Geräten wie Ultra HD-Fernseher mit rund acht Millionen Bildpunkten. Mit ihnen wurde bei 124 Mio. Euro fast 80 Mio. Euro mehr Umsatz gemacht als im vorvergangenen Jahr.

    Wearables legten massiv zu

    Auch Wearables legten massiv zu: Mit knapp drei Millionen Geräten wurden fast eine Million mehr Smartwatches, Fitness-Tracker und Ähnliches als noch 2015 verkauft. Das bescherte ein Umsatzplus von gut 83 Prozent auf 437 Mio. Euro.

    Viel versprechen sich die Experten von vernetzten Audio-Home-Systemen wie Sonos oder Raumfeld, mit denen sich etwa im Haushalt verteilte Lautsprecher verbinden und zentral steuern lassen. Sie legten um 25 Prozent auf 388 Mio. Euro zu. Zudem ließen 1,2 Millionen verkaufte Digitalradios den Umsatz in diesem Segment um 27,5 Prozent auf 176 Mio. Euro wachsen.

    Verbraucher könnten mit den vernetzten Audiogeräten selbst zu Programmdirektoren werden und sich ihre Musik dorthin holen, wo sie sind, erklärte Kamp die Attraktivität der Modelle. (APA, 24.2. 2017)

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      foto: standard/pichler
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