Samsung zieht Konsequenzen aus Korruptionsskandal

24. Februar 2017, 10:42
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Finanzielle Zuwendungen an Dritte müssen ab 830.000 Euro abgesegnet und öffentlich gemacht werden

Eine Woche nach der Verhaftung des Chefs der Samsung-Gruppe zieht Südkoreas größter Konzern erste Konsequenzen aus dem Korruptionsskandal um Präsidentin Park Geun Hye. Der zu dem Konglomerat gehörende Smartphone-Gigant Samsung Electronics verschärft seine Regeln für Spendenzahlungen.

Finanzielle Zuwendungen an Dritte absegnen

Nach Firmenangaben vom Freitag müssen finanzielle Zuwendungen an Dritte nun bereits ab umgerechnet 830.000 Euro (eine Milliarde Won) von der höchsten Führungsebene abgesegnet und öffentlich gemacht werden. Bislang lag die Grenze bei 564 Millionen Euro. Offenbar würden die im Dezember in Aussicht gestellten Änderungen nun umgesetzt, sagte Park Ju Gun von der Analysefirma CEO Score.

Der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge haben zudem zwei Spitzenmanager der Samsung-Gruppe die Verantwortung für den Bestechungsskandal übernommen und ihren Rücktritt angeboten. Einer von beiden sei Choi Gee Sung, der Stellvertreter und Mentor des inhaftierten Konzernchefs Jay Y. Lee. Dieser war vergangene Woche verhaftet worden. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft zahlte er umgerechnet 34 Millionen Euro Schmiergeld, um die Zustimmung der Regierung zu einer wichtigen Firmenfusion innerhalb der Gruppe zu bekommen. Das Geld ging an Organisationen einer Freundin von Präsidentin Park, gegen die das Parlament im Dezember ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet hat. Lee, Park und deren Freundin bestreiten ein Fehlverhalten. (Reuters, 24.2.2017)

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