Mordfall: Amazon will Echo-Daten nicht freigeben

24. Februar 2017, 09:55
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Die US-Polizei will in einem Mordfall Aufnahmen des Amazon Echo-Lautsprechers abfragen, Amazon wehrt sich

Ein smarter Echo-Lautsprecher von Amazon steht im Mittelpunkt von Mordermittlungen. Die Polizei will wissen, welche Suchanfragen dessen Besitzer, der eines Mordes verdächtig wird, an den Echo gestellt hat. Auch die Antworten sollen übermittelt werden. Amazon wehrt sich mit Verweis auf das erste Amendment der US-Verfassung, das die Redefreiheit der Bürger beschützt. Der IT-Konzern verweist dabei auf bisherige Rechtsprechung, in der etwa Google-Suchergebnisse vor Polizeizugriff geschützt waren.

Alexa-App durchsuchen

Es sei völlig unklar, ob der Echo etwas mit dem Mordfall zu tun habe, sagt Amazon. Außerdem könne die Polizei genauso das Smartphone des Verdächtigen beschlagnahmen und die Alexa-App durchsuchen, so Amazon. Vor einigen Jahren sorgte ein Mordfall für Aufsehen, in dem der Täter Apples smarte Assistentin Siri fragte, wo er die Leiche verstecken soll. (red, 24.2.2017)

  • Ein Amazon Echo wird zum Zankapfel zwischen Polizei und Amazon
    foto: reuters/staff

    Ein Amazon Echo wird zum Zankapfel zwischen Polizei und Amazon

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