Trachom: 3,2 Millionen Menschen benötigen Augenoperationen

    24. Februar 2017, 10:25
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    Die infektiöse Augenkrankheit Trachom ist weltweit die häufigste Ursache für Blindheit. Über 1,9 Millionen Menschen haben durch sie bereits ihr Augenlicht verloren

    Am 28. Februar ist der Tag der seltenen Erkrankungen. An jenem Tag soll auf Krankheiten aufmerksam gemacht werden, an denen nur wenige Menschen leiden. Zumindest für Europa, trifft diese Beschreibung auch auf die Augenkrankheit Trachom zu.

    Noch vor 150 Jahren war Trachom in Europa weit verbreitet. Heute ist die bakterielle Augeninfektion sehr selten und kaum bekannt. Weltweit ist sie hingegen die häufigste infektiöse Ursache für Blindheit. Über 1,9 Millionen Menschen sind daran erblindet und 3,2 Millionen benötigen aktuell eine Augenlidoperation, um nicht zu erblinden, berichtet die Organisation Licht für die Welt. Frauen sind vier Mal häufiger betroffen, als Männer.

    Die Mehrheit der von Trachom betroffenen Menschen lebt in Entwicklungsländern. Die meisten Betroffenen in einem Land – insgesamt 75 Millionen – gibt es in Äthiopien. 693.000 benötigen alleine dort eine Augenoperation.

    Trachom eliminieren

    Bis 2020 soll die Krankheit ausgerottet werden, so das Vorhaben einer Allianz unterschiedlicher Organisationen. Gelingen soll das mit der von der WHO empfohlenen SAFE-Strategie – SAFE steht für S(urgery), A(ntibiotics), F(acial Cleanliness), E(nvironmental Sanitation).

    Einer Untersuchung zufolge, könnte durch diese Strategie bis 2030 der Verlust von vier Millionen "Healthy Life Years – HLY" (Lebensjahre in Gesundheit) verhindert werden. Diese Angabe steht für die addierte Anzahl der Jahre, die alle betroffenen Menschen in Gesundheit leben könnten.

    Mit rund einer Milliarde US-Dollar könnte, so die Schätzungen der Trachom-Koalition, die Krankheit weltweit eliminiert werden. (red, 24.2.2017)

    • Frauen sind vier Mal häufiger von Trachom betroffen, als Männer.
      foto: aleksandra pawloff/licht für die welt

      Frauen sind vier Mal häufiger von Trachom betroffen, als Männer.

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