Bundesbank-Vorstand stimmt Banken auf Zinswende ein

24. Februar 2017, 08:38
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Deutsche Geldhäuser sollen sich für steigende Zinsen wappnen

Frankfurt – Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret hat Geldhäuser aufgefordert, Risiken bei einer Zinsänderung frühzeitig zu berücksichtigen. "Mit Blick auf eine irgendwann sicher eintretende Zinswende könnten diese Risiken schlagend werden und insbesondere kleine und mittlere Institute vor erhebliche Schwierigkeiten stellen", schrieb Dombret in einem Gastbeitrag im "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Daher sei es nun an der Zeit zu handeln. Dombret ist im Bundesbank-Vorstand unter anderem für die Bankenaufsicht zuständig.

Zwar würde ein Zinsanstieg langfristig zu einer Erholung und Stabilisierung des Bankensektors führen, schrieb der Bundesbank-Vorstand. Banken und Sparkassen müssten aber insbesondere kurz- und mittelfristig eine ausreichende Kapitalisierung sicherstellen. "Für die betroffenen Institute ist es daher durchaus an der Zeit, ihre Kapitalbasis weiter zu stärken."

Banken müssten Dombret zufolge ihre Stabilität und Ertragskraft nachhaltig sichern. Dabei sollten sie auch über Einsparungen wie die Straffung des Filialnetzes und "strategische sinnvolle Konsolidierungen" nachdenken. "Die bislang zu beobachtenden Anstrengungen sind zwar aus Sicht der Aufsicht zu begrüßen, dürften aber für einige Institute nicht ausreichen, um langfristig zu tragen." (Reuters, 24.2.2017)

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