Glencore versilbert Firmenbeteiligungen

23. Februar 2017, 14:38
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Nach Megaverlust unterm Strich wieder Gewinn

Baar – Nach einem Milliardenverlust 2015 ist der Bergbau- und Rohstoffkonzern Glencore 2016 unterm Strich in die Gewinnzone zurückgekehrt. Zuvor hatten sinkende Rohstoffpreise und die Übernahme des Bergbaukonzerns Xstrata im Jahr 2013 Glencore schwer zugesetzt. Auch 2016 hat der Konzern einige Beteiligungen versilbert.

Im September 2015 zog der Konzern die Notbremse mit einem umfangreichen Programm zur Reduktion der Nettoschulden. Dieses Programm sei nun abgeschlossen, schreibt Konzernchef Ivan Glasenberg in seinem Statement zum abgelaufenen Geschäftsjahr.

Abbau der Schulden

So sei der Abbau der Schulden gelungen, teils durch den Verkauf einzelner Firmenteile. Seit September 2015 kamen durch die Verkäufe Einnahmen von 6,2 Mrd. Dollar (5,9 Mrd. Euro) zusammen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergab sich die größte Summe von 3,1 Milliarden Dollar aus dem Verkauf von 50 Prozent des Geschäftsbereichs mit landwirtschaftlichen Rohstoffen.

Das Verkaufsprogramm insgesamt habe zur Reduktion der Nettoschulden um 14,7 Mrd. Dollar in nur 18 Monaten beigetragen, so Glasenberg. Allein 2016 sank die Nettoschuld um 40 Prozent auf 15,5 Mrd. Dollar. 2015 hatte der Konzern noch mit knapp 30 Milliarden Dollar in der Kreide gestanden. Vor diesem Hintergrund kommentierte Glasenberg, dass Glencore seit dem Börsengang 2011 und der folgenden Übernahme und Integration von Xstrata nie so gut positioniert gewesen sei wie heute.

Auch das Geschäftsumfeld beurteilt Glasenberg vergleichsweise optimistisch: Auf den Rohstoffmärkten geht er von steigenden Preisen aus, weil die Angebotsseite zunehmenden Risiken ausgesetzt sei.

Preisdruck

So habe der Preisdruck auf die Rohstoffe während der vergangenen 24 Monate Produktionskürzungen zur Folge gehabt. Zudem seien die Investitionen in der Branche deutlich gefallen. Deshalb seien viele Minen veraltet. Dies wiederum sollte sich sukzessiv positiv auf das Preisumfeld auswirken. Zudem erwartet Glasenberg ein generell günstigeres Umfeld für die Rohstoffmärkte.

Vor diesem Hintergrund wird den Aktionären für das vergangene Geschäftsjahr insgesamt eine Milliarde Dollar bezahlt – dies, nachdem Glencore im vergangenen Jahr keine Dividenden verteilt hat. Diese Ausschüttung soll in gleichen Tranchen im ersten und zweiten Halbjahr 2017 gezahlt werden.

Zudem hatte Glencore bereits im vergangenen Dezember angekündigt, dass ab 2018 die Aktionäre von einer fixen Ausschüttung und variablen Zahlungen profitieren sollen. Die fixe Ausschüttung soll ebenfalls eine Milliarde Dollar betragen und die variablen Zahlungen sollen mindestens 25 Prozent des operativen Free Cash Flows entsprechen.

2016 hat Glencore seinen Umsatz auf 152,9 Milliarden Dollar gesteigert, im Vergleich zu 147,4 Milliarden im Jahr zuvor. Nach einem Verlust von 8,1 Mrd. Dollar im Vorjahr schrieb der Rohstoffgigant wieder schwarze Zahlen. Es resultierte ein Reingewinn von auf 935 Mio. Dollar.

Der Verlust auf Stufe EBIT verringerte sich von 8,4 Mrd. Dollar 2015 auf 549 Mio. Dollar im abgelaufenen Geschäftsjahr. Auch der Verlust aus den fortgeführten Geschäften verringerte sich von 8,4 Milliarden auf 1,2 Mrd. Dollar per Ende 2016. (APA, 23.2.2017)

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