Holdener greift nun nach der Kombi-Kugel

23. Februar 2017, 12:21
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Michaela Kirchgasser fährt in Crans Montana um ersten Kombinations-Weltcupsieg

Crans Montana – Nach der mit Kombi-Gold und Slalom-Silber für Wendy Holdener perfekten Heim-WM in St. Moritz hofft die 23-Jährige nun auf Weltcup-Erfolge vor eigenem Publikum. Die Schweizerin will am Wochenende in Crans Montana erneut die kleine Kristallkugel für den Gewinn der Kombinationswertung holen. Im WM-Ort von 1987 stehen am Freitag und Sonntag Kombinationen sowie ein Super-G am Samstag auf dem Programm.

Die bisher einzige Damen-Kombi dieser Saison sicherte sich die slowenische Abfahrts-Weltmeisterin Ilka Stuhec Mitte Dezember in Val d'Isere. Im Gegensatz zu Frankreich wird nun im Südwesten der Schweiz der Slalom aber nicht mit einer Abfahrt, sondern jeweils mit einem Super-G kombiniert. Das kommt Holdener ebenso wie Österreichs WM-Dritter Michaela Kirchgasser mehr entgegen, da die Speed-Spezialistinnen mit weniger Vorsprung in den Torlauf starten. Daneben wird auch Vizeweltmeisterin Michelle Gisin zu beachten sein.

Kirchgasser war in Val d'Isere hinter Stuhec, der Schweizerin Gisin, Sofia Goggia aus Italien und Holdener auf Platz fünf gelandet. Der 31-jährigen Salzburgerin, die spätestens nach Olympia 2018 in Südkorea aufhören wird, fehlt in ihrer langen Karriere noch ein Kombi-Weltcupsieg. Ob Kirchgasser nach Crans Montana noch weitere Rennen bestreiten wird, ist ungewiss, steht ihr doch wieder einmal eine Knieoperation bevor. Von diesem Eingriff hängt auch ab, ob sie weiterfahren wird oder nicht.

Für die Schweizerin Lara Gut ist die Saison nach der bei der WM erlittenen schweren Knieverletzung dagegen schon zu Ende. Die WM-Dritte führt die Super-G-Wertung zwar noch mit 300 Punkten an, doch bereits am Samstag (Start: 10.30 Uhr) hat Vizeweltmeisterin Tina Weirather (256) aus Liechtenstein die Chance, an der entthronten Weltcup-Gesamtsiegerin vorbeizuziehen. Österreichs Hoffnungen tragen Weltmeisterin Nicole Schmidhofer, Olympiasiegerin Anna Veith und Abfahrts-Vizeweltmeisterin Stephanie Venier, die mit Blickrichtung Samstag allesamt bereits am Freitag (10.30/14.30) in der Super-Kombination starten werden.

Die Speed-Asse Stuhec und Goggia brauchen in der Schweiz drei Topresultate, um den Kampf um die große Kristallkugel noch einmal ein wenig spannend machen zu können. Spitzenreiterin Mikaela Shiffrin hat bereits mehr als 410 Punkte Vorsprung auf ihre nur durch vier Zähler getrennten Jägerinnen. Die Slalom-Serien-Weltmeisterin und Olympiasiegerin aus den USA könnte damit noch vor dem an ihrem 22. Geburtstag beginnenden Weltcup-Finale in Aspen (13. bis 19. März) erstmals als Weltcup-Gesamtsiegerin feststehen. (APA; 23.2.2017)

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