Orang-Utan-Junges auf Borneo illegal als Haustier gehalten

Ansichtssache23. Februar 2017, 12:26
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Der Druck auf die Menschenaffen wächst: Illegale Abholzungen, Klimawandel und Wildtierhandel dezimieren ihre Zahl

Rund um das Dorf Air Hitam Besar auf der eigentlich sehr fruchtbaren Insel Borneo klaffen im Urwald viele abgeholzte Flächen. Sie sollen für die Landwirtschaft genutzt werden. Besonders für den Anbau von Palmöl werden jedes Jahr groß Flächen genutzt. Da Orang-Utans nur noch auf den Inseln Borneo und Sumatra in freier Wildbahn vorkommen, leiden sie besonders unter den schwindenden Waldflächen. Zusätzlich nimmt der illegale Handel mit zumeist Jungtieren zu. Sie werden oft unter schlechten Bedingungen gehalten.

Die Tier- und Naturschutzorganisationen International Animal Rescue (IAR) und Indonesian Natural Resources and Conservation Agency (BKSDA) haben nun beispielhaft einige Fotos über die Rettungsaktion der sieben Monate alten Vena veröffentlicht. Das junge Orang-Utan-Weibchen wurde aus einem Käfig im indonesischen Teil der Insel befreit. Es ist verboten, diese Tiere als Haustiere zu halten, dennoch ist diese Praxis verbreitet.

Schrumpfender Lebensraum

"Ich weiß, dass Orang-Utans bedroht sind. Ich habe sie aber nicht verletzt, sondern nur für sie gesorgt", rechtfertigte sich die 50-Jährige, die das Tier hielt, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP.

Der Lebensraum der Orang-Utans im Urwald von Borneo ist in den vergangenen 20 Jahren um die Hälfte geschrumpft. Von der Weltnaturschutzorganisation IUCN werden sie seit 2016 auf der Liste der stark vom Aussterben bedrohten Tierarten geführt. Seit den frühen 1970-Jahren ist ihre Zahl laut IUCN um zwei Drittel auf 49.500 gesunken. (red, 23.2.2017)

foto: apa/afp/adek berry
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