Schöpf trifft, Schalke im Schongang weiter

22. Februar 2017, 20:25
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Deutschen reicht 1:1 gegen Saloniki zum Achtelfinal-Einzug, Manchester United von St. Etienne ebenfalls nicht gefordert

Gelsenkirchen/Saint-Etienne – Manchester United, Schalke 04 und der FK Krasnodar sind am Mittwoch als erste Teams in das Achtelfinale der Europa League eingezogen. Schalke reichte gegen PAOK Saloniki zu Hause ein 1:1, der Treffer der Deutschen ging auf das Konto von Alessandro Schöpf. ManUnited besiegte AS Saint-Etienne 1:0, Krasnodar stieg nach einem 1:1 bei Fenerbahce Istanbul auf.

Schalke hatte vor einer Woche das Hinspiel 3:0 gewonnen, das Weiterkommen war damit praktisch bereits gesichert. Trainer Markus Weinzierl gönnte gleich fünf Spielern eine Pause, rotierte unter anderen Klaas-Jan Huntelaar in die Startelf – erstmals seit dem 26. Oktober. Der derzeit treffsicherste Schalker, Guido Burgstaller, war einer der Geschonten. Trotz Nasenbeinbruchs kam Außenverteidiger Sead Kolasinac, der mit einer Maske spielte, zum Einsatz.

Schalke begann abwartend und überließ zunächst PAOK die Initiative, ernsthaft in Gefahr geriet das Tor in dieser Phase aber nicht. Die erste hochkarätige Chance hatte Schalke, als Naldo mit einem Kopfball Keeper Panagiotis Glykos zu einer Glanzparade zwang (21.). Zwei Minuten später traf Schöpf nach Zuspiel von Eric Maxim Choupo-Moting zum 1:0. Der Tiroler, der sein erstes Tor in der Europa League erzielte, hatte bereits am Sonntag beim 1:1 gegen den FC Köln in der Bundesliga getroffen.

Doch der Tabellendritte der Super League ließ nicht locker und glich ebenfalls nur zwei Minuten später aus: Verteidiger Matija Nastasic beförderte den Ball nach einer scharfen Hereingabe ins eigene Tor. PAOK verstärkte seine Offensivbemühungen, doch die Gastgeber ließen kaum gefährliche Strafraumszenen zu. Dennoch gab es noch einen bangen Moment für Schalke: Abwehrchef Naldo wurde in der 72. Minute verletzt ausgewechselt, für ihn kam Neuzugang Holger Badstuber.

Schöpf ("Das war nicht überragend, aber ordentlich, was wir heute geboten haben") spielte durch und war bis zum Schluss einer der Aktivposten in einer Schalker Mannschaft, die nur das Nötigste tat. Befürchtete Auseinandersetzungen der Fanlager blieben zumindest bis kurz nach dem Schlusspfiff aus. Ein Großaufgebot an Sicherheitskräften begleitete das Spiel.

Trotz der Aufforderung des Schalker Vorstands, auf Provokationen zu verzichten, hängten die Ultras erneut den "Stern von Vergina", die alte Nationalflagge Mazedoniens, auf. Sie war beim Duell in der Champions-League-Qualifikation vor dreieinhalb Jahren Auslöser eines umstrittenen Polizeieinsatzes gewesen. Weil sich die PAOK-Anhänger von der Fahne provoziert gefühlt hatten, stürmte die Polizei damals den Schalker Block in der Nordkurve, dabei wurden 89 Personen verletzt.

Ruhiger Abend für Mourinho

Nicht mehr ernsthaft gefordert war Manchester United in Saint-Etienne, wo unter anderen Ex-Uefa-Präsident Michel Platini das Spiel im Stadion Geoffroy-Guichard verfolgte. Das Hinspiel hatten die Red Devils ebenfalls mit 3:0 für sich entschieden, somit konnte die Mannschaft von Trainer Jose Mourinho nach der Führung durch Henrich Mchitarjan in der 17. Minute noch beruhigter an die Sache herangehen. Selbst nach der gelb-roten Karte für Verteidiger Eric Bertrand Bailly (63.) brachte Manchester die Führung souverän über die Zeit.

Krasnodar ging in Istanbul auf der Basis eines 1:0-Siegs zunächst nach sieben Minuten durch Fjodor Smolow in Führung, kassierte dann den Ausgleich durch Souza (41.). In der zweiten Hälfte konnte Fenerbahce nicht entscheidend zulegen. (sid, APA, red, 22.2.2017)

Europa League, Sechzehntelfinal-Rückspiele, Mittwoch

Schalke 04 – PAOK Saloniki 1:1 (1:1)
Hinspiel 3:0, Schalke mit Gesamtscore von 4:1 im Achtelfinale

AS Saint-Etienne – Manchester United 0:1 (0:1)
Hinspiel 0:3, Manchester United mit Gesamtscore von 4:0 im Achtelfinale

Fenerbahce Istanbul – FK Krasnodar 1:1 (1:1)
Hinspiel 0:1, Krasnodar mit Gesamtscore von 2:1 im Achtelfinale

Achtelfinale am 9. und 16. März, Auslosung am Freitag, 13 Uhr in Nyon

  • Alessandro Schöpf (links) traf, Eric Maxim Choupo-Moting bereitete vor.
    foto: apa/dpa/gentsch

    Alessandro Schöpf (links) traf, Eric Maxim Choupo-Moting bereitete vor.

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