Exportmacht Brasilien muss Kaffee importieren

22. Februar 2017, 16:57
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Wegen Dürre in Anbaugebieten ist der weltgrößte Kaffeproduzent erstmals in der Geschichte auf Einfuhren angewiesen

Rio de Janeiro – Der weltgrößte Kaffeeproduzent Brasilien muss erstmals in seiner Geschichte im größeren Stil Kaffee importieren, um den Bedarf im Inland zu decken. Die Regierung von Staatspräsident Michel Temer habe für vier Monate, von Februar bis Mai, den Import von einer Million Säcken (je 60 Kilogramm) der Sorte Robusta aus Vietnam genehmigt, berichtete das Portal "Folha de Sao Paulo" am Mittwoch.

Die bessere Kaffee-Sorte Arabica geht vor allem in den Export.

Deutlicher Preisanstieg

Brasilien leidet in den Anbaugebieten seit Monaten unter einer Dürre, der Kaffeepreis stieg in Brasilien nach Angaben der nationalen Statistikbehörde um 14,9 Prozent in zwölf Monaten. Im besonders betroffenen Bundesstaat Espirito Santo fiel die Produktion der Sorte Robusta um acht Millionen Säcke 2016, das sind 30 Prozent weniger als im Vorjahr. Pro Monat sollen 250.000 Säcke Robusta importiert werden. Brasilien produzierte zuletzt rund 56 Millionen Säcke pro Jahr. (APA, 22.2.2017)

  • Die hochwertige Sorte Arabica geht in den Export, die weniger hochwertige muss importiert werden.
    foto: dpa/tobias hase

    Die hochwertige Sorte Arabica geht in den Export, die weniger hochwertige muss importiert werden.

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