Evangelische Kirchen begehen gemeinsam Reformationsjubiläum

22. Februar 2017, 13:12
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Reformationsfest am 30. September in Wien – Ökumene mit katholischer Kirche als wichtiges Anliegen

Eisenstadt – Das diesjährige Jubiläumsjahr anlässlich 500 Jahre Reformation wird von allen drei evangelischen Kirchen Österreich gemeinsam begangen, dies gab der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker am Mittwoch in Eisenstadt bekannt. Das Reformationsjubiläum solle nicht nur als Rückschau dienen sondern sich auch der Frage widmen, "was ist unser Auftrag als evangelische Kirche heute?"

Als Motto für das Jubiläumsjahr sei "Freiheit und Verantwortung seit 1517" von den Gemeinden gewählt worden. Höhepunkt sei das ganztägige Reformationsfest am 30. September auf dem Wiener Rathausplatz. Dieses werde nach umweltfreundlichen Kriterien als "Green Event" ausgerichtet.

Es könne dankbar zur Kenntnis genommen werden, dass es sich um das erste Reformationsjubiläum in Europa im Zeitalter des Friedens und der Ökumene handle, unterstrich Bünker. "Dieses Reformationsjubiläum 2017 hat das erste Mal diesen starken ökumenischen, verbindenden Aspekt." Der Startschuss dafür sei im vergangenen November bei einer Klausur mit der römisch-katholischen Bischofskonferenz in Eisenstadt gefallen. Der burgenländische Superintendent Manfred Koch sprach in diesem Zusammenhang von einem "Meilenstein".

In der Kirche lachen

Im Burgenland seien heuer eine Reihe von Veranstaltungen vorgesehen, erklärte Koch. Darunter fänden sich Gottesdienste, Reisen, Glaubenskurse, Feste aber auch Kabarett. "Man darf in der Kirche auch lachen", meinte er. Bei den Glaubenskursen gehe es darum den Kern des Glaubens besser wahrzunehmen und zu erleben, dass "der Glaube im Leben Halt und Zuversicht gibt". Die Glaubenskurse würden in fast allen Gemeinden des Burgenlandes stattfinden, ergänzte die stellvertretende Superintendentialkuratorin des Burgenlandes, Christa Grabenhofer.

Das Jubiläumsjahr sei geprägt von Rückblick, Analyse der gegenwärtigen Situation und dem Weg in die Zukunft, so der Superintendent. Er sprach weiters die Herausforderungen der heutigen Zeit für Kirchen an. "Auch in der evangelischen Kirche gibt es immer mehr Menschen, die sich loslösen und austreten." Er wünsche sich dieses Jahr einen "neuen Aufbruch, eine neue Motivation aus der Geschichte heraus".

Die evangelische Kirche hat laut Koch im Burgenland rund 34.000 Mitglieder, österreichweit seien es an die 290.000. Das Burgenland habe prozentuell gesehen die meisten Mitglieder. (APA, 22.2.2017)

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