Meeresverschmutzung durch Plastik aus Textilien und Reifen

22. Februar 2017, 09:39
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Winzige Partikel könnten bis zu einem Drittel des Plastikmülls im Meer ausmachen

Genf – Winzige Plastikpartikel aus synthetischer Bekleidung und Autoreifen verschmutzen die Meere nach einer neuen Studie in bisher nicht bekanntem Ausmaß. Die meist nur wenige Millimeter großen Teilchen könnten bis zu einem Drittel des Plastikmülls im Meer ausmachen, berichtete die Weltnaturschutzunion (IUCN) am Mittwoch. Insgesamt werden nach Schätzungen jedes Jahr weltweit 9,5 Millionen Tonnen Plastik ins Meer gespült.

"Tägliche Aktivitäten wie Kleidung waschen und Autofahren tragen erheblich zu der Verschmutzung bei, die unsere Ozeane erstickt", sagte IUCN-Generaldirektorin Inger Andersen. Plastikteile gefährden Lebewesen im Meer, bestimmte Inhaltsstoffe sammeln sich nach Angaben der Weltnaturschutzunion wahrscheinlich in der Nahrungsmittelkette an. Das könne auch für Menschen gefährlich sein.

Die Auswirkung der winzigen Plastikteile auf sensible Ökosysteme wie die Arktis seien noch unerforscht. Dort könnten sie Einfluss auf Eisbildung und -schmelzen haben. (APA/dpa, 22.2.2017)

  • Insgesamt trieben nach Schätzungen 9,5 Millionen Tonnen Plastik in den Meeren.
    foto: ap/michael probst

    Insgesamt trieben nach Schätzungen 9,5 Millionen Tonnen Plastik in den Meeren.

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