Wienerberger verdoppelte Gewinn 2016 auf 82 Mio. Euro

22. Februar 2017, 08:34
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Umsatz praktisch unverändert – Operativer Gewinn um 18 Prozent höher – Dividende soll von 20 auf 27 Cent steigen

Wien – Der börsennotierte Ziegelkonzern Wienerberger hat 2016 den Gewinn von 36,5 auf 82 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Der Umsatz war mit 2.973,8 Mio. Euro stabil (2.972,4 Mio. Euro). Angesichts der Jahreszahlen soll die Dividende von zuletzt 20 Cent auf 27 Cent steigen, schlägt das Unternehmen vor. Der operative Gewinn (EBIT) legte von 167,6 auf 197,7 Mio. Euro (plus 18 Prozent) zu.

Für 2017 erwartet Wienerberger eine weitere Erholung im europäischen Wohnungsneubau und "Zurückhaltung" bei Renovierungen. Für den Infrastrukturbereich wird eine unverändert gute Nachfrage in den west- und nordeuropäischen Märkten prognostiziert. "Vorsichtig optimistisch" geht Wienerberger davon aus, dass in der zweiten Jahreshälfte eine leichte Erholung der öffentlichen Investitionstätigkeit in Osteuropa einsetzen kann. In Nordamerika dürfte der Wohnbaumarkt weiter wachsen. Trotz starker Unsicherheiten werde das organische Konzern-EBITDA von 382 Mio. Euro 2016 auf 415 Mio. Euro steigen, erwartet Konzernchef Heimo Scheuch – ohne Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen und Zukäufen aber auch ohne mögliche Währungsschwankungen.

"Herausforderndes" Osteuropa

Die Märkte haben sich 2016 sehr unterschiedlich entwickelt, stellt Scheuch anlässlich der Präsentation der Jahreszahlen in einer Aussendung fest. In den USA und Europa, vor allem Osteuropa, habe sich der Wohnungsneubau gut entwickelt, bei Renovierungen habe es hingegen "eine gewisse Schwäche" gegeben. "Herausfordernd" sei das Geschäft in Osteuropa mit Rohren und Flächenbefestigungen gewesen. Insgesamt seien mit Wienerberger-Produkten "160.000 Häuser gebaut, 288.000 Dächer gedeckt, 630.000 Kilometer Rohre und zwölf Millionen Quadratmeter Fläche verlegt" worden.

Während Währungseffekte den Umsatz um 60,9 Mio. Euro gedrückt habe, wurde der Umsatz durch Zukäufe um 1 Mio. Euro, durch den Verkauf nicht betriebsnotwendiger Liegenschaften um 17,9 Mio. Euro und durch "Portfoliooptimierungen" in den USA um 2,9 Mio. Euro erhöht. Die Nettoverschuldung sei durch den Rückkauf der Hybridanleihe 2007 und die damit verbundene Umgliederung der Hybridanleihe von Eigen- zu Fremdkapital gestiegen. Ohne diesen Rückkauf wäre die Nettoverschuldung 2016 gesunken. Zu Jahresende betrugen der Verschuldungsgrad 34 Prozent und die Entschuldungsdauer 1,6 Jahre. (APA, 22.2.2017)

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