Erste Liga startet mit klarem Favoriten LASK ins Frühjahr

21. Februar 2017, 16:28
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Bundesliga-Vorstand Ebenbauer: "Countdown in die Zukunft hat begonnen" – Drei Millionen Euro für künftige Zweite Liga

Wien – Am Freitag startet die Fußball-Erste-Liga mit einem klaren Aufstiegsfavoriten und einem Schlagerspiel in die Frühjahrssaison. Tabellenführer LASK geht mit drei Punkten Vorsprung auf den nicht aufstiegsberechtigten FC Liefering und vier Zählern Guthaben auf Austria Lustenau in das entscheidende Halbjahr. Am Freitag gastiert der LASK zum Schlagerspiel bei Liefering.

"Wir sind gut vorbereitet, haben alle Spieler fit an Bord und gehen zuversichtlich ins Frühjahr", sagte LASK-Trainer Oliver Glasner am Dienstag bei der Auftakt-Pressekonferenz der Erste Liga in Salzburg. Das größte Fragezeichen ist die Aufstellung des Gegners: Die U19 von Red Bull Salzburg tritt am Dienstagabend – mit personeller Verstärkung aus Liefering – in der UEFA Youth League gegen Paris Saint-Germain an.

Für das Frühjahr setzt Glasner auf Kontinuität. Mit Mario Reiter (ASKÖ Oedt) gab es nur einen Abgang, mit Alexander Riemann (Wacker Innsbruck) nur einen Zugang. "Die Mannschaft, die am konstantesten die 16 Spiele bewältigt, wird am Ende vorne stehen", glaubt Glasner.

"Wir können zwar nicht aufsteigen, wollen aber natürlich weit vorne sein", sagte Liefering-Betreuer Thomas Letsch. Er sieht seine Elf noch stärker als in der Herbstsaison, die man mit 13 ungeschlagenen Spielen begann. "Wir sind mit Sicherheit nicht schlechter geworden. Ich denke, dass wir die Qualität im Kader verbessert haben", so der Deutsche, dessen Assistenzteam mit Ex-Salzburg-Goalgetter Alexander Zickler einen prominenten Neuzugang verzeichnete.

Kampfansage aus Lustenau

Eine klare Kampfansage an den LASK kommt aus Lustenau. "Wir werden alles tun, dass wir nach oben kommen. Wir waren Herbstmeister und werden schauen, dass wir auch im Sommer oben stehen", sagte Trainer Lassaad Chabbi. Die Vorarlberger gaben ihren Topstürmer Raphael Dwamena an den FC Zürich ab und holten dafür den Ex-Lieferinger Joao Pedro aus Brasilien.

Mit viel Tatendrang startet auch Wacker Innsbruck in die Rückrunde. Die Tiroler, die von Neo-Trainer Karl Daxbacher und dem neuen, alten Präsidenten Gerhard Stocker mittelfristig wieder in erfolgreichere Gefilde geführt werden sollen, empfangen am Freitag die WSG Wattens zum Derby am Tivoli.

Vier im Abstiegskampf

Der Abstiegskampf verspricht spannend zu werden. Aufsteiger Wattens steht sechs Punkte über dem Strich, der Floridsdorfer AC liegt auf dem ersten Abstiegsplatz zwei Punkte hinter Horn. Schlusslicht Blau-Weiß Linz hat bereits vier Punkte Rückstand auf den rettenden achten Platz. Zwei Teams müssen runter.

Der FAC nimmt das Unternehmen Klassenerhalt mit einem neuen Trainer, Franz Maresch, in Angriff, der den Fokus im Abstiegskampf auf die kämpferische Note legen möchte. "Wenn man unbedingt die Klasse halten will, ist es oft nicht das schönste Spiel. Da spielt vielleicht auch nicht der talentierteste Spieler, sondern vielleicht ein Charakterspieler, der sich mit der Situation auseinandersetzt", erklärte Maresch.

Die neue Ligaordnung

Im Frühjahr stehen auch in organisatorischer Hinsicht wichtige Entscheidungen an, schließlich vergrößert sich die Liga im Sommer 2018 aufgrund der Bundesliga-Reform von 10 auf 16 Mannschaften. "Der Countdown in die Zukunft hat begonnen", sagte Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer. "Wir wissen, dass es eine Herausforderung ist, die zweite Liga nach der Reform richtig aufzustellen."

Er möchte die Liga wieder stärker als Plattform für junge Spieler positionieren. "Der wesentliche Punkt ist, dass man den Übergang vom Nachwuchs über die Amateurteams zum Profibereich in der Bundesliga hat", erklärte der Vorstand.

Den in der zweiten Spielklasse verbleibenden Klubs will die Bundesliga damit unter die Arme greifen, dass die Anforderungen an das Budget massiv sinken. Gemeinsam mit dem ÖFB hat die Bundesliga ein Budget von drei Millionen Euro aufgestellt, das auf die Vereine aufgeteilt wird. Je ein Drittel wird an den Österreicher-Topf, an einen Sockelbetrag für alle Klubs, sowie an die aufstiegswilligen Vereine, welche die Anforderungen für das Oberhaus erfüllen, aufgeteilt werden.

Ob es eine zentrale TV-Vermarktung geben wird, steht noch nicht fest. Die Entscheidung darüber soll im Frühjahr fallen. Sollten die TV-Rechte zentral vermarktet werden, ist es laut Ebenbauer ein Ziel, ein Topspiel pro Runde live im TV zu zeigen. (APA, red, 21.2.2017)

Erste Liga, 21. Runde am Freitag:

SV Horn – KSV 1919 (18:30 Uhr)
FC Wacker Innsbruck – WSG Swarovski Wattens (18:30)
FAC Wien – SC Austria Lustenau (18:30)
FC Blau Weiß Linz – SC Wiener Neustadt (18:30)
FC Liefering – LASK Linz (20:30)

  • LASK-Trainer Oliver Glasner ist wild entschlossen, sein Team in die Bundesliga zu führen.
    apa/georg hochmuth

    LASK-Trainer Oliver Glasner ist wild entschlossen, sein Team in die Bundesliga zu führen.

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