Carsharing rechnet sich nur für Stadtflitzer

21. Februar 2017, 12:00
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Vor allem in Städten spart man mit Carsharing Geld. An die 170 Euro weniger gibt aus, wer ein Leihauto nimmt, statt einen eigenen Pkw zu erhalten. Pendler zahlen beim Automieten drauf

Wien – Menschen, die selten ein Auto brauchen, nimmt immer öfter Abstand vom Kauf eines solchen. Zumindest Großstädter und Einwohner in Ballungsräumen verzichten zunehmend auf die Anschaffung eines eigenen Personenkraftwagens. Der Verzicht rechnet sich allerdings nur für Gelegenheitsfahrer, ab einem gewissen Level kommt der Besitz eines Pkws billiger.

Zu diesem Schluss kommt die Rabatt- und Gutscheinplattform Cuponation. Sie hat Autobenützer anhand ihres Nutzerverhaltens und mithilfe von Daten des Autofahrerklubs ÖAMTC in Kategorien geteilt und mit den Carsharing-Angeboten Drive-now (BMW und der Autovermieter Sixt) und Car2go (Daimler und Europcar) verglichen.

Das Ergebnis der Erhebung CarSharing und Autobesitz im Preisvergleich: Mobile Großstädter, die den Wagen hauptsächlich für Kurzstrecken nutzen, kommt ein Leih-Mini von Drive-now pro Monat um 33,50 Euro billiger als der Erhalt eines gleichwertigen BMW-Kleinwagens im Eigentum. Als Nutzerverhalten hinterlegt sind beim mobilen Großstädter rund 40 Kurzstreckenfahrten pro Monat und ein Ausflug.

Ausflug im Leihauto

Auch für den "Ausflügler", der jedes Wochenende einen Ausflug unternimmt und das Auto dafür neun Stunden pro Tag braucht und rund 200 Kilometer zurücklegt, rechnet sich der Leihwagen, die Ersparnis gegenüber Autobesitz beträgt 17,94 Euro pro Monat.

Bei Pendlern, die täglich 40 Minuten zum Arbeitsplatz unterwegs sind, einmal im Monat einen Ausflug und vier Einkaufsfahrten machen, kehrt sich der Vorteil um. Für sie würde ein Carsharing-Mini Mehrkosten von monatlich 328,30 Euro bedeuten.

Bei einem 2er-BMW ist die Ersparnis noch größer: Sein Erhalt kostet den mobilen Großstädter 403 Euro pro Monat, also um 70 Euro mehr als der Erhalt eines Minis, beim Carsharing erspart sich der BMW-Gelegenheitsfahrer allerdings fast 103 Euro im Monat. Der Ausflügler erspart sich mit dem 2er-BMW immerhin 90 Euro.

Minimale Ersparnis beim Zwergauto

Ähnlich ist es beim Konkurrenzmodell Car2go. Der mobile Großstädter erspart sich beim Ausleihen eines Mercedes A-Klasse 171 Euro und der Ausflügler 173 Euro gegenüber dem Autobesitz, der je nach Nutzungshäufigkeit und -dauer mit 427 bzw. 468 Euro pro Monat zu Buche schlägt. Beim Zwergauto Smart Fortwo ist die Ersparnis hingegen minimal: Der Gelegenheitsfahrer profitiert mit 3,39 Euro, während der Ausflügler bereits 2,14 Euro draufzahlt, also mit eigenem Smart besser dran ist. (ung, 21.2.2017)

  • Je teurer das Automodell in Kauf und Miete, desto mehr spart der Nutzer, haben Cuponation und ÖAMTC errechnet.
    foto: imago stock&people

    Je teurer das Automodell in Kauf und Miete, desto mehr spart der Nutzer, haben Cuponation und ÖAMTC errechnet.

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