Berlin sieht Fall Yücel als Symbol für die Pressefreiheit

20. Februar 2017, 15:11
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Sprecher des Außenministeriums: "Alles tun, was in unserer Macht steht"

Ankara – Das deutsche Außenministerium misst dem Fall des in der Türkei festgenommenen Journalisten Deniz Yücel "allergrößte Bedeutung" für den Kampf um die Pressefreiheit zu. "Wir wollen alles tun, was in unserer Macht steht, um die Pressefreiheit zu unterstützen", sagte Sprecher Martin Schäfer am Montag in Berlin.

Für den Journalisten der Tageszeitung "Die Welt" werde jede notwendige anwaltliche Unterstützung und Betreuung durch die Botschaft in Ankara zur Verfügung gestellt.

Yücel ist der erste deutsche Journalist, der seit Verhängung des Ausnahmezustandes in der Türkei in Polizeigewahrsam genommen wurde. Seinen Anwälten wurde gesagt, dass gegen ihn wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, Terrorpropaganda und Datenmissbrauchs ermittelt werde.

An diesem Dienstagnachmittag dauert der Polizeigewahrsam eine Woche. Dann können die Ermittlungen auf Antrag der Staatsanwaltschaft noch um eine Woche verlängert werden. Spätestens nächste Woche Dienstag muss Yücel einem Richter vorgeführt werden, der über eine Untersuchungshaft oder Entlassung entscheiden muss. (APA, 20.2.2017)

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