Roborace-Crash: Selbstfahrendes Rennauto flog aus der Kurve

    20. Februar 2017, 18:16
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    Testlauf für KI-Wettrennen in Formula E endete mit Unfall und Sachschaden

    Die Elektro-Rennserie Formula E soll in Zukunft um einen neuen Bewerb aufgestockt werden. Unter dem Titel "Roborace" sollen Teams mit identen Autos antreten, die jedoch mit selbst programmierter, künstlicher Intelligenz ausgestattet sind. Über Sieg oder Niederlage sollen also die Fertigkeiten der verantwortlichen Programmierer entscheiden.

    Im Moment wird das Programm mit Testläufen erprobt, in denen zwei autonome Wagen – genannt "Devbot 1" und "Devbot 2" – um die Wette fahren. Sie verfügen auch noch über eine Fahrerkabine, dank der ein menschlicher Pilot den Probefahrten beiwohnen kann.

    Zu schnell in der Kurve

    Beim ersten unbemannten Feldtest in Puerto Madero, einem Stadtteil der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, ist es nun zu einem Unfall gekommen, berichtet Electrek. Wie die Veranstalter auf Twitter berichten, hat sich Devbot 2 mit zu hoher Geschwindigkeit in eine Kurve begeben und ist in die Abgrenzung der Rennstrecke gekracht. Fotos des Wagens sind im Autoblog Argentina zu finden.

    Neuer Rekord

    Ausgegangen ist der Unfall allerdings glimpflich. Am Auto entstand Sachschaden in unbekannter Höhe, es kamen keine Roborace-Mitarbeiter zu Schaden. Devbot 1 hingegen kam unfallfrei ins Ziel und stellte mit 186 km/h einen neuen Rekord für die erreichte Höchstgeschwindigkeit auf dieser Strecke auf.

    Die Entwickler haben also noch etwas Arbeit vor sich, ehe das erste offizielle Roborace-Rennen beginnen kann. Wann es soweit ist, ist noch unklar. Gemäß dem ursprünglichen Plan soll der Startschuss noch im Laufe der aktuellen Formula E-Saison fallen, die am 30. Juli zu Ende geht. (gpi, 20.02.2017)

    • Erstmals fuhren zwei "Roboracer" völlig autonom gegeneinander, ins Ziel schaffte es allerdings nur einer.
      foto: roborace

      Erstmals fuhren zwei "Roboracer" völlig autonom gegeneinander, ins Ziel schaffte es allerdings nur einer.

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