Künftig offen für Besucher: Schlosskapelle Schönbrunn restauriert

17. Februar 2017, 14:25
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Letzte Arbeiten werden im April abgeschlossen – Bisher nur bei Hochzeiten und Gottesdiensten zugänglich – Erlebte Blütezeit unter Maria Theresia

Wien – Die Schönbrunner Schlosskapelle ist in einem aufwendigen Prozess renoviert worden. Künftig soll die Kapelle, die bisher nur für Hochzeiten und Gottesdienste geöffnet und nicht Teil der Besichtigungstour des Schlosses war, Besuchern zugänglich gemacht werden, sagte Franz Sattlecker, Geschäftsführer der Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft (SKB), bei einem Pressetermin am Freitag.

Rund ein Jahr dauerten die 900.000 Euro teuren Sanierungsarbeiten, die in Zusammenarbeit mit der Erzdiözese Wien durchgeführt wurden. Nun ist die Sanierung der vergleichsweise wenig bekannten Attraktion in der imperialen Anlage nahezu abgeschlossen, bis April werden letzte Arbeiten an einem Oratorium durchgeführt. "Die Kapelle war der einzige größere Raum des Schlosses, der noch nicht saniert gewesen ist, weil es so eine komplexe Aufgabe war", sagte Sattlecker.

apa/georg hochmuth

Sowohl die bauliche Substanz als auch die Ausstattung der Kapelle, die direkt im Schlossgebäude untergebracht ist, waren in die Jahre gekommen. Neben den Sanierungsarbeiten an allen Decken, Wänden, Altären und historischen Holzbänken wurde den drei Altargemälden und dem Deckenfresko aus dem Jahr 1744 viel Aufwand gewidmet. Eine besondere Herausforderung stellten die historischen Fensterflügel mit Bleiverglasung dar, berichtete Architekt Georg Töpfer.

Das genaue Baujahr der Kapelle lässt sich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit datieren. Man wisse jedoch, dass hier seit Kaiser Joseph I., also seit Anfang des 18. Jahrhunderts, Messen gelesen wurden, erzählte Sattlecker. Ihre Blütezeit erlebte die Kapelle unter Kaiserin Maria Theresia. Die Schlosskapelle ist laut Sattlecker einer der wenigen Teile des Schlosses, die noch so erhalten sind, wie sie unter Fischer von Erlach um 1700 geplant und gebaut wurden.

apa/georg hochmuth

"Nun erstrahlt sie wahrscheinlich in dem Glanz, den sie hatte, als sie errichtet worden ist", freute sich der Schlossherr. Die Kapelle soll künftig den Besuchern des Schlosses zugänglich gemacht werden, gleichzeitig aber ein Ort für die persönliche Andacht bleiben. Hier werde es noch Gespräche zwischen der Erzdiözese und dem Schloss Schönbrunn geben, wie beides gewährleistest werden kann, sagte Baudirektor Harald Gnilsen von der Erzdiözese Wien. (APA, 17.2.2017)

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