Regisseur Roman Polanski plant Rückkehr in die USA

    16. Februar 2017, 21:38
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    Anwalt bemüht sich um Herausgabe alter Vereinbarung zu Straffreiheit in Fall um Sex mit 13-Jähriger

    Los Angeles – Der polnisch-französische Star-Regisseur Roman Polanski möchte nach Angaben seines Anwalts in die USA zurückzukehren, wo ihm bisher wegen eines vier Jahrzehnte alten Falles um unerlaubten Sex mit einer 13-Jährigen die Verhaftung droht.

    Um die Rückkehr zu ermöglichen, solle auf eine alte Abmachung Polanskis mit der US-Justiz zurückgegriffen werden, die dem 83-Jährigen das Gefängnis erspare, sagte der Anwalt Harland Braun am Donnerstag. Braun schrieb daher an den Richter Scott Gordon in Los Angeles, um die Herausgabe einer geheimen Abschrift der Äußerungen des damaligen Staatsanwalts zu erreichen.

    Polanski hatte 1977 im Alter von 43 Jahren Sex mit einer 13-Jährigen. Er war zunächst wegen Vergewaltigung und fünf anderer Straftaten angeklagt, später lautete der Vorwurf auf unerlaubten Sex mit einer Minderjährigen. Polanski bekannte sich als Teil einer Vereinbarung schuldig und saß zunächst 42 Tage in der Gefängnispsychiatrie in Chino, aus der er vereinbarungsgemäß entlassen wurde – mit dem Rat ans Gericht, keine weitere Haftstrafe zu verhängen.

    Doch dann ließ der Richter Laurence Rittenband den Deal platzen und forderte eine 50-jährige Haftstrafe für den Regisseur. Polanski floh daraufhin vor der Urteilsverkündung nach Europa und kehrte seitdem nicht mehr in die USA zurück. Von der geheimen Abschrift erhofft sich Braun Aufklärung in dem Fall und Straffreiheit für seinen Mandanten. (APA, 16.2.2017)

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