Friseure und Floristen wettern gegen Mindestlohn

16. Februar 2017, 16:45
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Einige Branchen sehen ihre Konkurrenzfähigkeit gefährdet

Wien – Der geplante Mindestlohn von 1.500 Euro brutto stellt einige Branchen, die jetzt teils deutlich weniger zahlen, vor Herausforderungen. Besonders betroffen wären Textilreiniger, Mode- und Bekleidungstechniker sowie Friseure und Floristen. Höhere Löhne würden langfristig zu Verlagerungen ins billigere Ausland führen, warnten sie am Donnerstag.

Müssten diese Branchen tatsächlich 1.500 Euro brutto zahlen, brächte dies "deutliche Mehrkosten" für die Betriebe. "Die Anhebung des Lohnniveaus wird zudem dazu führen, dass der Lohnunterschied zwischen geringer und höher qualifizierten bzw. jüngeren und älteren Arbeitnehmern zunimmt", so Walter Imp, Bundesinnungsmeister der Textilreiniger und Wäscher, in einer Aussendung. Die Verteuerung von Jobs werde "mit Sicherheit dazu beitragen, dass die Neuschaffung von Arbeitsplätzen überdacht wird".

Wenn junge, ungelernte Mitarbeiter künftig mehr Geld bekommen, führe dies zwangsläufig zu einer Anhebung der Kollektivvertragsstufen qualifizierter Mitarbeiter, meinte auch Annemarie Mölzer, Bundesinnungsmeisterin der Mode- und Bekleidungstechnik. "Qualifizierung muss sich weiterhin im Lohnniveau widerspiegeln und darf nicht willkürlich bestimmt werden."

Der Mindestlohn dürfe kein Ersatz für Sozialleistungen sein und müsse jedenfalls mit der Flexibilisierung der Arbeitszeit verknüpft werden, so die Arbeitgebervertreter. (APA, 16.2.2017)

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