EU-Parlament fordert Regeln für Roboter-Technologie

16. Februar 2017, 15:25
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Künstliche Intelligenz wirft Haftungsfragen auf

Das Europaparlament fordert umfassende Gesetze für Roboter und künstliche Intelligenz auf EU-Ebene. In einer mit großer Mehrheit verabschiedeten Resolution riefen die Abgeordneten am Donnerstag die Kommission dazu auf, Gesetzentwürfe einzubringen, mit denen Haftungsfragen geklärt und Ethikregeln für Roboter aufgestellt werden.

Haftungsfragen

Darüber hinaus schlug die Volksvertretung die Schaffung einer Agentur für Robotik und künstliche Intelligenz vor. Gerade bei Haftungsfragen sei ein Gesetzentwurf "dringend erforderlich", besonders für selbstfahrende Fahrzeuge, heißt es in der Resolution. Die Halter solcher Fahrzeuge müssten demnach verpflichtend eine Versicherung abschließen, fordern die EU-Parlamentarier. Ein spezieller Fonds solle zudem sicherstellen, dass die Opfer von Unfällen mit autonom fahrenden Autos "vollumfänglich" entschädigt würden.

Der wachsende Einsatz von Robotern werfe "ethische Fragen" auf, etwa zum Umgang mit der Privatsphäre und zu Sicherheitsaspekten. Deshalb schlagen die Abgeordneten vor, einen freiwilligen Ethikkodex für Wissenschafter und Ingenieure einzuführen, um "sicherzustellen, dass die menschliche Würde respektiert wird".

Auswirkungen auf Arbeitsmarkt

Sorgen machen sich die Abgeordneten aber auch über die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die schnelle Entwicklung von Robotern und ihr immer stärker verbreiteter Einsatz könnte zu "Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt" wie etwa der Umverteilung von Jobs oder Stellenabbau führen. (APA/AFP, 16.2.2017)

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