"World of Tanks" im Test: Panzerchaos mit 30 Spielern

    19. Mai 2017, 11:26
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    Online-Actiongame überzeugt seit 2007 mit einfachem Spielprinzip Millionen Spieler

    Das Spiel beginnt. Mit dröhnenden Motoren rollen schwer gepanzerte Fahrzeuge aufeinander zu. Feind gesichtet! Die Gegner werden mit einem Hagel an Geschossen überzogen. Einige Minuten später erklingt die Sirene und verkündet ihre Niederlage.

    "World of Tanks" macht den Spieler zum Kommandanten von einem von 475 verschiedenen Panzern. Man tritt online in Teams zu je 15 Teilnehmern in Multiplayer-Schlachten gegen Spieler auf der ganzen Welt an.

    Populäres Free-2-Play-Game

    Die Windows-Version von "World of Tanks" hat zurzeit über 110 Millionen Spieler. Das Free-2-Play-Game erschien ursprünglich 2007 und gehört somit schon zu den älteren seiner Art. Seit 2016 toben die Panzerschlachten auch auf der Xbox One und Playstation 4, hier sind mittlerweile elf Millionen Spieler unterwegs.

    Das Entwicklerstudio Wargaming produzierte seitdem auch noch zwei andere ähnliche Spiele: "World of Warships" (2015) und "World of Warplanes" (2013). Diese genießen jedoch weit weniger Interesse.

    wargaming europe

    "World of Tanks" ist ein Free-2-Play Spiel, man kann sich aber ein Premiumkonto kaufen. Dieses beschleunigt zwar den Spielfortschritt wodurch man schneller neue Panzer bekommt, schaltet aber keine neuen Items frei. Man erhält keinen spielerischen Vorteil im Gefecht gegen andere Spieler. Als Pay-2-Win-Game kann man "World of Tanks" also nicht bezeichnen

    "Learning by doing"

    Zu Beginn wird dem Spieler ein kleines Tutorial vorgeschlagen, welches jedoch nur die nötigsten Bereiche abdeckt. Also das Fahren, Zielen und Schießen mit dem Panzer. Den richtigen Einsatz der Panzerung sowie weitere Feinheiten erlernt der Spieler im Laufe einiger Gefechte. Wargaming setzt in "World of Tanks" auf das bekannte Prinzip: "Aus Fehlern lernt man!"

    Fünf Panzerklassen

    Bei Mannschaften von 15 Spielern ist gutes Teamwork entscheidend. Vor allem im Kampf gegen eingespielte Gegner gehen Einzelkämpfer meist im Kreuzfeuer unter. Einem Team stehen fünf Klassen von Panzern zur Verfügung die verschiedene Aufgaben erfüllen. So sollen die leichten Panzer das Gegnerteam erspähen, aber das Feindfeuer meiden. Eine weitere Klasse sind schwere Fahrzeuge. Sie sind sehr langsam, glänzen aber durch eine starke Bewaffnung und eine beinahe undurchdringbare Frontpanzerung.

    Die Jagdpanzer hingegen sollen aus der letzten Reihe unentdeckt Feuerschutz bieten. Entgegen ihres Namens sind sie behäbig, kaum gepanzert, verfügen aber über schlagkräftige Kanonen. Die mittleren Panzer zeichnen sich durch hervorragende Mobilität und präzise Geschütze aus. Sie können den Feinden ideal in die Flanke fallen. Die Artillerie agiert meist stationär. Sie feuert mit großkalibrigen Granaten von einer bestimmten Position über die ganze Karte auf die Widersacher.

    Wargaming verzichtet in "World of Tanks" auf ein Respawn-System. Das heißt wenn man einmal eliminiert wird, muss man das Ende des Gefechtes abwarten oder einer neuen Schlacht beitreten.

    Team-Deathmatch und Basiseroberung

    Das Game ist in zwei Spielmodi aufgeteilt. Man spielt entweder ein Team-Deathmatch oder eine Basiseroberungs-Mission.

    Im Team-Deathmatch geht es darum, das gegnerische Team bis auf den letzten Panzer zu eliminieren. Beim Basiseroberungsmodus gibt es einen Eroberungskreis der sich rund um die gegnerische Basis erstreckt. Je mehr verbündete Panzer in diesem Kreis stehen, desto schneller läuft der Countdown ab. Doch Vorsicht: Wenn ein Fahrzeug im Kreis Schaden nimmt, wird die Eroberung zurückgesetzt.

    Wargaming bringt regelmäßig zusätzliche Spielmodi im Rahmen von Events.Sie sind allerdings nur zeitbegrenzt verfügbar und verschwinden nach einiger Zeit. Zur Fußball-Europameisterschaft 2016 fügte Wargaming etwa den "Tank-Football"-Modus ein.Hier mussten die Spieler mit Hilfe ihres Panzers durch Rammen oder Schießen den Ball ins gegnerische Tor befördern.

    Fazit

    "World of Tanks" ist trotz seines mittlerweile schon beträchtlichen Alters immer noch ein populäres Spiel, dessen Community ständig weiter wächst. Es punktet zwar nicht durch herausragende Grafik, ist aber dank seines einfachen Prinzips lustig zu spielen. Das Actiongame wird durch monatliche Updates auch nicht zu schnell langweilig. Sogar Spieler, die schon länger dabei sind, werden stets mit neuen Situationen konfrontiert und durch Taktiken der Gegner überrascht.

    Für "World of Tanks" sprechen aufregende Gefechte und eine Vielzahl an Möglichkeiten, um die feindliche Panzermacht zu zerschlagen. Man kann das Game jedem empfehlen, der Multiplayeraction mag und sich gerne einmal ans Steuer eines Panzers setzen möchte. Allerdings sollte man am Anfang etwas Geduld mitbringen. Ein Fehler kann ja jedem einmal passieren. (Niklas Knotzer, 19.5.2017)

    Hinweis: Dieser Text entstand im Rahmen von berufspraktischen Tagen von Schülern in der STANDARD-Redaktion. Niklas Knotzer ist Schüler am Gymnasium Dachsberg.

    • "World of Tanks" ist kostenlos für Windows, Xbox One und Playstation 4 erhältlich.
      screenshot: world of tanks

      "World of Tanks" ist kostenlos für Windows, Xbox One und Playstation 4 erhältlich.

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