Infineon stellt sich auf Platzen der Großübernahme in USA ein

16. Februar 2017, 11:27
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US-Genehmigungsausschuss: Kauf stellt Risiko für nationale Sicherheit der USA dar

Deutschlands größter Halbleiterhersteller Infineon stellt sich nach dem Veto der USA auf ein Scheitern der geplanten Übernahme des US-Chipkonzerns Wolfspeed ein. Die Behörde habe den Münchnern keine geeigneten Maßnahmen genannt, die die nationalen Sicherheitsbedenken der Amerikaner "in zufriedenstellender Weise entkräften könnten", so Vorstandschef Reinhard Ploss laut Redetext in München.

"Risiko für die nationale Sicherheit"

"Vor diesem Hintergrund sehen wir ein ganz erhebliches Risiko, dass wir die Übernahme nicht wie geplant oder sogar überhaupt nicht werden durchführen können", heißt es in dem Text für die Hauptversammlung heute, Donnerstag. Zuvor hatte Infineon nur die Sorge geäußert, dass der rund 850 Mio. Dollar schwere Zukauf "nicht in der vereinbarten Form" vollzogen werden könne.

Die Bayern waren in der vergangenen Woche vom Widerstand aus den USA kalt erwischt worden. Der Genehmigungsausschuss der US-Regierung namens CFIUS hatte Infineon und der Wolfspeed-Mutter Cree mitgeteilt, dass der Kauf ein Risiko für die nationale Sicherheit der USA darstelle. Worin diese konkret bestehe, blieb offen. (Reuters/APA, 16.2.2017)

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